Großbrände schockten Altstadt

Schaden eines Brandes in Hann. Münden

Der Schaden durch die Brände ist hoch, einige Häuser mussten abgerissen werden. Foto: Privat

Es war der Abend des 6. Novembers 2020 als ganz Hann. Münden gebannt auf die Altstadt schaute. Denn hier stand ein Ladengeschäft in Flammen und das Feuer zerstörte nicht nur das Haus, in dem es ausgebrochen war, sondern auch mehrere umliegende Häuser.

Flammen lassen riesigen Schaden und neue Ideen zurück

Durch die enge Bebauung der Innenstadt mit Fachwerkhäusern waren die Flammen schnell auch auf die umliegenden Gebäude übergesprungen und es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Lange war die Feuerwehr nicht nur mit der Brandbekämpfung beschäftigt, sondern auch die Abrissarbeiten in der Rosenstraße nahmen nicht nur viel Aufwand, sondern auch viel Zeit in Anspruch.

Mittlerweile ist klar, das ein technischer Defekt in der Zwischendecke das Feuer ausgelöst hat. Und selbst nach dem Jahreswechsel war das erlebte noch nicht aus den Köpfen der Mündener verschwunden – doch am 23. Januar brach wieder ein Großfeuer in der Altstadt aus! Diesmal ging der Anbau der Wäscherei am Aegidiiplatz in Flammen auf und sorgte für einen Einsatz von 140 Feuerwehrkameraden und Kameradinnen aus Hann. Münden und den umliegenden Gemeinden.

Stundenlang mussten die Einsatzkräfte darum kämpfen, das Feuer unter Kontrolle bringen zu können und auch diesmal konnte nicht verhindert werden, dass mehrere Gebäude – darunter auch die Postscheune – schwer beschädigt wurden. Auch diesmal entstand ein großer Sachschaden von rund 500.000 Euro, die bis­herigen polizeilichen Ermittlungen haben keine Anzeichen für ein Fremdverschulden ergeben.

Für die Besitzer der Postscheune ist mit dem Brand ein Albtraum wahr geworden, doch aufgeben wollen sie auf keinen Fall! „Der Brand war einer der schlimmsten Tage für unsere Postscheune. Wir mussten hilflos mit ansehen, wie das Dach lichterloh brannte und in sich zusammenfiel. Wir waren machtlos und konnten nichts tun“, erinnert sich das Team an den Brand und wandte sich mit einem emotionalen Facebook-Post an seine Kunden. „Wir haben eine unglaubliche Unterstützung erfahren und sind dafür so dankbar“, heißt es darin. Dankbar werden auch die Kunden Inhaberin Inga Hansen und ihrem Team sein, denn die Postscheune gibt nicht auf, sondern hat ihre Abholstation kurzerhand in die Kirchstraße verlegt! Hier können weiterhin Blumen bestellt, gekauft und abgeholt werden - ein Verkauf in der Werkstatt ist aber trotz neuer Corona-Verordnungen noch nicht möglich, denn hier können die Corona-­Abstandsmaßnahmen nicht gewährleistet werden.

Wer in den kommenden Wochen und Monaten also der Postscheune einen Besuch abstatten möchte, der kann ungehindert in der Kirchstraße vorbeischauen, denn hier kann mit Abstand in der Blumenwelt eingekauft werden!