Polizeidirektion Göttingen kontrolliert gewerblichen Güter- und Personenverkehr

Zu sehen ist ein Schwerlasttransport.

Schwerlasttransport. Foto: PressePortal

Immer wieder kommt es zu Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Lastkraftwagen, die häufig mit schweren oder gar tödlichen Verletzungen enden.

Aus diesem Grund hat die Polizeidirektion Göttingen am Donnerstag (14. Oktober) unter dem Titel "Truck III" erneut eine groß angelegte Kontrolle des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs im Rahmen des sogenannten RoadPol-Netzwerks vorgenommen. Die Kontrolle wurde durch die Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Göttingen initiiert, die unter anderem auch auf Schwerlastkontrollen spezialisiert ist. Der Schwerpunkt lag auf dem gewerblichen Güter- und Personenverkehr - dem Bereich, für den die Polizeidirektion Göttingen die Themenpatenschaft im Rahmen der Fachstrategie Verkehr 2027 des Landes Niedersachsen übernommen hat.
 

Mehr als 160 Fahrzeuge kontrolliert

Auf dem Rastplatz Leineholz an der A7 wurden in beiden Fahrtrichtungen in der Zeit von 10 bis 15 Uhr hauptsächlich Lkw und Busse kontrolliert. Insgesamt waren 55 Polizeibeamtinnen und -beamte der Polizeidirektion Göttingen und der Polizei Thüringen im Einsatz, die zusammen mit dem Zoll, dem Landkreis Göttingen, dem Gewerbeaufsichtsamt aus Göttingen und Hildesheim sowie einem Mitarbeiter einer Prüforganisation Fahrzeuge kontrollierten. Insgesamt wurden 169 Fahrzeuge kontrolliert, dabei konnten mehr als 100 Verstöße festgestellt werden. Die Verstoßquote lag bei rund 60 %. In 45 Fällen musste Fahrzeugführenden die Weiterfahrt untersagt werden.
 

45 Todesopfer im Jahr 2020

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen, unter anderem auf den Autobahnen 7 und 38 sowie auf Bundes- und Landestraßen, kommt es immer wieder zu Verkehrsunfällen, bei denen häufig Todesopfer zu beklagen sind. Allein im Jahr 2020 verloren 45 Menschen ihr Leben bei einem Verkehrsunfall, in neun Fällen davon waren Lkw beteiligt. "Im Zusammenhang mit dem gewerblichen Güter- und Personenverkehr, aber auch generell im Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit, ist es deshalb von großer Wichtigkeit, schweren Unfällen durch präventive Kontrolltätigkeit vorzubeugen. Sowohl durch die Verdeutlichung der Risiken, die mit den Hauptunfallursachen, wie beispielsweise Ablenkung, Geschwindigkeit oder auch Alkohol- und Drogenkonsum, einhergehen, aber auch durch konsequente Ahndung von Verkehrsverstößen, kann die Zahl der schweren und tödlichen Verkehrsunfälle reduziert werden" sagt Gwendolin von der Osten, Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen, anlässlich des Kontrolltages. Sowohl durch Prävention als auch durch umfangreiche Kontrollen sollen die Unfallzahlen und auch die Zahl der Opfer nachhaltig gesenkt werden. "Mit den Kolleginnen und Kollegen der Regionalen Kontrollgruppe verfügt die Polizeidirektion Göttingen über hervorragend ausgebildetes Fachpersonal, das einen umfangreichen Erfahrungs- und Wissensschatz vor allem im Bereich des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs vorzuweisen hat und damit einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit auf unseren Straßen leistet. Außerdem danke ich an dieser Stelle auch der Polizei Thüringen und allen anderen Behörden für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Rahmen dieser Kontrolle", sagt Gwendolin von der Osten abschließend.
 

ROADPOL - Ein Netzwerk für mehr Sicherheit auf Europas Straßen

Bei ROADPOL handelt es ich um ein europaweites Polizei-Netzwerk, dessen Ziel es ist, die Straßen Europas sicherer zu machen und die Zahl der schwerverletzten und getöteten Verkehrsteilnehmenden nachhaltig zu senken. Weiterhin sollen Straßenverkehrsbehörden und Polizeien in den beteiligten europäischen Staaten zusammengebracht werden, um eine Zusammenarbeit zu fördern und Erfahrungen auszutauschen. Gemeinsame europaweite Einsätze und Kampagnen stehen ebenfalls im Portfolio.