Schockanrufe am Dienstagvormittag im Raum Wanfried - Polizei warnt vor Betrugsmasche

Zu sehen ist ein Telefon.

Es meldete sich eine Frau die vorgab, deren Tochter zu sein. Foto: Pixabay

Der Polizei in Eschwege sind am Dienstagvormittag zwei Fälle von sog. "Schockanrufen" zur Kenntnis gelangt. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt Tipps.

Eine 73-jährige Einwohnerin von Wanfried ist gegen 10.40 Uhr auf ihrem Festnetzanschluss angerufen worden. Es meldete sich eine Frau die vorgab, deren Tochter zu sein. Angeblich, so die Frau, habe sie einen Verkehrsunfall verschuldet, bei dem ein Mensch zu Tode kam. Jetzt sei sie bei der Polizei. Die Anruferin übergab dann das Telefonat an die vermeintliche "Polizei", die der 73-Jährigen weitere Fragen stellte. Die Seniorin legte dann allerdings den Hörer bei Seite, um sich mit ihrem Mobiltelefon Gewissheit bei ihrer Tochter bzw. ihrem Schwiegersohn zu verschaffen. Daraufhin legten die unbekannten Betrüger dann auf, ohne weitere Forderungen zu stellen.

Ein weiterer Einwohner aus Wanfried meldete später einen ähnlich gelagerten Anruf von einer jungen Frau, die sich als Verwandte ausgab und angeblich zur Abwendung einer Strafe eine Kaution von 30.000 Euro zahlen sollte. Als die Betrüger Fragen zu den finanziellen Verhältnissen stellten, beendete das vermeintliche Opfer das Gespräch.

Bei derartigen Anrufen handelt es sich um die Betrugsmasche der sog. "Schockanrufe".

Hierzu gibt die Polizei die folgenden Tipps:

-Überprüfen Sie die Angaben und halten sie Rücksprache, 
insbesondere mit den angeblich betroffenen Familienangehörigen. 
Nutzen Sie dazu die ihnen bekannten Nummern zur Kontaktaufnahme.

-Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck 
setzen und legen sie sofort auf, wenn der Anrufer Druck ausübt.

-Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die
angebliche Amtsperson anruft. Suchen Sie die Telefonnummer der 
Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die 
Telefonauskunft geben.

-Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen 
Verhältnissen preis und machen Sie auf keinen Fall Angaben zu 
privaten Daten wie z.B. Bankkontodaten, Kreditkartendaten, 
TAN-Nummern oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal).


An der Tür:

-Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel 
Polizisten, den Dienstausweis.

-Wichtig: Überprüfen sie die Angaben und lassen Sie ggfs. einen 
Besucher während der Überprüfung vor der abgesperrten Tür warten.

-Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung und 
übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte 
Personen.

-Wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt Informieren 
Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder der jeweiligen
Amtsleitung und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

-Wichtig bei Telefonkontakt: Beenden Sie zuerst ein verdächtiges 
Telefonat und wählen dann erst die Nummer, die sie herausgesucht 
haben.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter 
www.polizei-beratung.de oder auch unter www.pfiffige-senioren.de