Unbekannte versuchen mit der Masche "Gewinnversprechen" und "falschen Inkassoschreiben" zu betrügen

Zu sehen ist eine Seniorin, die telefoniert.

Es blieb in beiden Fällen nur bei einem betrügerischen Versuch. Foto: Pixabay

Bei der Polizei in Eschwege und Sontra sind am Dienstag zwei versuchte Betrügereien zur Anzeige gebracht worden, deren weitere Ermittlungen nun die Kriminalpolizei in Eschwege übernommen hat.

Eine 82-jährige Rentnerin aus Herleshausen hat am Vormittag den Erhalt eines Inkasso-Schreibens vom vergangenen Freitag zur Anzeige gebracht, wonach die Frau für einen angeblichen Dienstleistungsvertrag einen Betrag von ca. 540 Euro zahlen solle. Tatsächlich war ein derartiger Vertrag nie zu Stande gekommen, so dass es sich um ein betrügerisches Schreiben handelt, in welchem die Opfer verunsichert und zur Zahlung des Geldbetrages entsprechend unter Druck gesetzt werden sollen. Das brachte die Frau am Dienstag nun zur Anzeige.

Opfer einer anderen betrügerischen Masche wurde am Montag ein 78-jähriger Mann aus Meinhard. Der Rentner erhielt per Telefon eine Benachrichtigung, dass er einen Geldbetrag in Höhe von 37.900 Euro gewonnen habe. Wie bei dieser Masche üblich, wollte der unbekannte Anrufer den Senior dazu überreden, zur Anforderung seines Gewinns und zur Bezahlung eines Geldkuriers 900 Euro in Form von Google-Gutscheinen zu entrichten.

Letztlich blieb es in beiden Fällen nur bei einem betrügerischen Versuch, die vermeintlichen Opfer gingen nicht auf die Zahlungsforderungen ein.

 

Tipps zu Inkasso-Schreiben:

- Gehen Sie nicht auf finanzielle Forderungen ein, die Sie nicht zuordnen können.
- Prüfen Sie den Inhalt von Inkassoschreiben oder Zahlungsaufforderungen genau.
- Inkasso-Büros mit Sitz in Deutschland verwenden eine nachvollziehbare Bankverbindung im Inland; daher Vorsicht bei einer ausländischen Bankverbindung, diese deutet auf betrügerische Absichten hin.
- Überprüfen Sie, ob Sie die Dienstleistungen, für die Sie bezahlen sollen überhaupt in Anspruch genommen haben.
- Lassen Sie sich von etwaigen Folgeschreiben, mit denen die unlauteren Inkassobüros Sie weiter unter Druck setzen wollen, nicht beeindrucken und geben Sie der Zahlungsforderung nicht nach.
- Bedenken Sie dennoch, dass es trotz allem auch real existierende Inkasso-Büros in Deutschland gibt und eine Zahlungsaufforderung berechtigt sein kann.
- Halten Sie bei finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache und holen Sie sich Rat.
- Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen ein Schreiben verdächtig vorkommt und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

 

Tipps zu Gewinnversprechen:

- Geben Sie niemals vorher auf Anweisung Geld (z.B. für Gutscheinkarten/Steamkarten o.ä.) aus, um danach einen Gewinn zu erhalten!
- Rufen Sie keine kostenpflichtigen Rufnummern an, um Gewinncodes zu übermitteln oder einen Gewinn anzufordern!
- Überlegen Sie, ob Sie überhaupt an Gewinnspielen teilgenommen haben. Wer an Gewinnspielen nicht teilnimmt, kann auch nicht gewinnen!
- Fragen Sie den Anrufer nach Name, Adresse und Telefonnummer und das Gewinnspiel um das es angeblich geht.
- Gehen Sie niemals auf Geldforderungen ein, ziehen Sie im Zweifel eine Person ihres Vertrauens zu Rate.

 

Weitere Informationen und Präventionstipps erhalten Sie auch unter www.polizei-beratung.de