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Ein Jahr Hoffnung und Hilfe

Wagen einen gemeinsamen Rück- und Ausblick (v.l.): Nicole Zimmer, Maren Iben und Gabriele Pfahlert vom Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter. Foto: Sternenlichter
Wagen einen gemeinsamen Rück- und Ausblick (v.l.): Nicole Zimmer, Maren Iben und Gabriele Pfahlert vom Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter. Foto: Sternenlichter

Göttingen, Göttingen-Grone. Vor einem Jahr öffnete das Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter im Göttinger Ortsteil Grone seine Türen, um unheilbar und lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien einen Ort der Zuflucht, Begleitung und Entlastung zu bieten. In einem Pressegespräch zieht die Einrichtung eine positive Bilanz und dankt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diesen wichtigen Meilenstein möglich gemacht haben. 

Erfolgreicher Start in der Mitte Deutschlands 

Das Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter – eine Einrichtung der Göttinger DRK-Schwesternschaft Georgia-Augusta e.V. – ist das dritte stationäre Kinder- und Jugendhospiz in Niedersachsen und die 20. Einrichtung dieser Art im gesamten Bundesgebiet. Seit der Eröffnung am 1. April 2025 bietet das Team des Kinder- und Jugendhospizes Sternenlichter betroffenen Familien aus ganz Deutschland eine umfassende Betreuung an – und zwar nicht ausschließlich in der letzten Lebensphase, sondern auch weit im Voraus. Kinderhospizarbeit wird häufig nur mit den letzten Lebenstagen verbunden. Aber das ist so nicht richtig. Im Kinder- und Jugendhospiz werden viele betroffene Familien über Jahre hinweg begleitet – durch den gesamten Krankheitsverlauf ihres Kindes, nicht ausschließlich in der letzten Lebensphase. Das ist ein großer Unterschied zu den Hospizen für Erwachsene. Voraussetzung für den Aufenthalt ist die Diagnose einer unheilbaren, lebensverkürzenden Erkrankung des Kindes. Das Ziel: Halt geben in einer Lebenssituation, die für Außenstehende oft schwer vorstellbar ist. 

Versorgungslücke erfolgreich geschlossen

„Wir wollten mit dem Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter eine Lücke in der Versorgung schwerstkranker junger Menschen in Südniedersachsen schließen – und das ist uns gelungen“, sagte Nicole Zimmer, Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendhospizes Sternenlichter und Oberin der DRK-Schwesternschaft Georgia-Augusta e.V. „Die steigende Nachfrage zeigt, wie dringend solche Einrichtungen in der Region, aber auch darüber hinaus benötigt werden – denn wie jedes der 20 bestehenden Kinder- und Jugendhospize in Deutschland sind auch wir für Familien aus dem gesamten Bundesgebiet offen. Unser multiprofessionelles Team hat in den vergangenen zwölf Monaten maßgeblich dazu beigetragen, das Konzept der stationären Kinderhospizarbeit in Göttingen und darüber hinaus zu verankern. Außerdem freuen wir uns sehr über unser nahezu täglich wachsendes Netzwerk, das weiter dazu beiträgt, unsere Einrichtung zu unterstützen und zu fördern“, so Zimmer weiter.

Ein wichtiger Meilenstein – und doch erst der Anfang

Der erste Geburtstag des Kinder- und Jugendhospizes Sternenlichter ist ein besonderer Meilenstein: „Wir haben gezeigt, dass es möglich ist, unheilbar und lebensverkürzend erkrankten Kindern und ihren Familien ein Stück Normalität und Würde zurückzugeben – und doch stehen wir natürlich noch am Anfang“, so Gabriele Pfahlert, stellvertretende Geschäftsführerin. Wie bei jeder neuen Einrichtung gehe es nun darum, das Profil weiter zu schärfen und das haupt- und ehrenamtliche Angebot auszuweiten. „Darauf freuen wir uns, denn je ausdifferenzierter unser Angebot ist, desto mehr Zielgruppen unter den betroffenen Familien können wir erreichen“, fasste Nicole Zimmer zusammen. Unter anderem gehören neben dem umfassenden pflegerischen und psychosozialen Angebot auch Musiktherapie, der Besuch von Therapiehunden und -pferden, Physiotherapie und die Gestaltung gemeinsamer Freizeitangebote zum Portfolio des Kinder- und Jugendhospizes Sternenlichter.

Spenden weiterhin dringend nötig

Trotz der ersten Erfolge bleibt die Finanzierung eine Herausforderung – denn nicht alle Angebote im Kinder- und Jugendhospiz werden von den Kranken- und Pflegekassen übernommen. „Ohne die dauerhafte finanzielle Unterstützung von Spenderinnen und Spendern, unseres Fördervereins, von Stiftungen und Unternehmen wären sowohl unser Start als auch unser Regelbetrieb nicht möglich. Wir sind unglaublich dankbar über die große Solidarität, die uns bisher entgegengekommen ist“, so Zimmer.

Um die Arbeit für die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie ihre Familien auch langfristig zu sichern und auszubauen, sind weiterhin Spenden nötig. Jeder Beitrag hilft – ob als einmalige Spende oder regelmäßige Förderung. „Gemeinsam können wir sicherstellen, dass schwerstkranke Kinder und Jugendliche auch in Zukunft die bestmögliche Betreuung erhalten“, appellierte Maren Iben, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising.

Alle Infos zum Thema Spenden auf der Internetseite: www.sternenlichter-goettingen.de/spenden