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Zukunft gemeinsam gestalten – nachhaltig, vielfältig, engagiert

Viele Besucherinnen und Besucher kamen zum Neujahrsempfang ins Rathaus Osterode. Fotos: Stadt Osterode
Viele Besucherinnen und Besucher kamen zum Neujahrsempfang ins Rathaus Osterode. Fotos: Stadt Osterode

Mit dem traditionellen Neujahrsempfang im Ratssaal ist die Stadt Osterode am Harz gemeinsam mit zahlreichen geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Vereinen und Institutionen in das neue Jahr gestartet. Unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten – nachhaltig. Vielfältig. Engagiert.“ blickte Bürgermeister Jens Augat in seiner Rede auf Erreichtes zurück und stellte die Herausforderungen und Ziele für die kommenden Jahre in den Mittelpunkt.

Der Bürgermeister der Stadt Osterode Jens Augat bei seiner Ansprache. 

Zu den Gästen zählten unter anderem die Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt, der Landtagsabgeordnete Alexander Saade, Landrat Marcel Riethig sowie Bürgermeister a. D. Klaus Becker. In seiner Ansprache machte der Bürgermeister deutlich, dass es der Stadt trotz schwieriger weltpolitischer, wirtschaftlicher und finanzieller Rahmenbedingungen gelungen ist, Osterode am Harz konsequent weiterzuentwickeln, zu investieren und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. „Nicht alles war einfach. Nicht jede Entscheidung bequem. Aber wir haben gestaltet – und wir haben gemeinsam viel erreicht“, so Augat. Die Zukunft der Kommunen sei entscheidend für Freiheit und Demokratie. Vor diesem Hintergrund habe der Rat fraktionsübergreifend Verantwortung übernommen, klare Prioritäten gesetzt und auch schwierige Entscheidungen getroffen.

Der Bürgermeister verwies auf zahlreiche erfolgreich umgesetzte und kurz vor dem Abschluss stehende Projekte, darunter die Eröffnungen des ALOHA, des Jahnstadions und des Johannistorhauses sowie das Erreichen der Zielgeraden bei der Sanierung der Schachtrupp-Villa. Mit der Eröffnung der Kindertagesstätte Bergstraße gemeinsam mit dem integrativen Kindergarten „Wunderwald“ der Lebenshilfe ist zudem ein bedeutender Meilenstein erreicht worden. Seit Ende 2025 kann die Stadt außerdem jedem Kind einen Krippen- oder Kindergartenplatz anbieten.


Für die musikalische Begleitung des Neujahrsempfangs sorgten Anja Hampe und Jojo Schulze.

Weitere Investitionen umfassen unter anderem die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, den Beginn des Neubaus der Schlammfaulung auf der Kläranlage, die energetische Sanierung städtischer Gebäude, die kontinuierliche Sanierung von Straßen und Brücken, Investitionen in den städtischen Baubetriebshof sowie die bereits zum sechsten Mal durchgeführte Stadtwaldrettung. Mit dem Start der Sanierung von Kornmarkt und Marientorstraße sowie der geplanten Neugestaltung des Johannistorplatzes stellt sich die Stadt nachhaltig und zukunftsfähig auf.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Kernstadt und der Ortschaften, auf Investitionen in Kindertagesstätten und Grundschulen sowie auf verlässlicher Betreuung und moderner Bildung. „Gute Bildung ist ein entscheidender Standortfaktor – gerade im Wettbewerb um Fachkräfte. Für uns als Industriestandort ist das keine Kür, sondern eine Notwendigkeit“, betonte der Bürgermeister. Ein besonderer Dank galt dem Ehrenamt. Hervorgehoben wurden insbesondere die elf Freiwilligen Feuerwehren der Stadt, die im Jahr 2025 bei vier Großbränden – darunter der Brand des Netto-Marktes, zwei Wohnhausbrände in Lerbach sowie der Großbrand eines ehemaligen Gasthauses in Schwiegershausen – stark gefordert waren. Der Bürgermeister kündigte an, in den kommenden Jahren gezielt und erheblich in die Feuerwehrinfrastruktur zu investieren. Auch der Zivilschutz gewinnt angesichts der weltpolitischen Lage wieder an Bedeutung. Die Stadt strebt deshalb in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Göttingen den Wiederaufbau des Sirenennetzes an und investiert auch eigene Mittel in eine moderne Warninfrastruktur.

Ebenso würdigte der Bürgermeister das Engagement junger Menschen, insbesondere der Jugendlichen der Jugendbeteiligung Osterode (JOHA). Projekte wie der erstmals aufgelegte Jugendferienpass, der geplante Bau eines neuen Jugendplatzes und die Einrichtung eines Stadtjugendrats zeigen, dass Jugendbeteiligung in Osterode am Harz konkrete und nachhaltige Wirkung entfaltet. Europa und die gelebten Städtepartnerschaften sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der städtischen Identität. Neben den regelmäßigen Begegnungen mit den Partnerstädten Armentières in Frankreich und Ostróda in Polen bildete die Auszeichnung der Städtepartnerschaft mit Armentières im französischen Senat einen besonderen Höhepunkt: Mit dem erstmals vergebenen ‚Prix du jumelage franco-allemand du Sénat‘ wurde das jahrzehntelange Engagement gewürdigt.

Auch Veranstaltungen leisteten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander. Der Bürgermeister erinnerte an die erstmalige Aktionswoche zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, an den erstmals bis zum 1. Januar 2026 verlängerten Weihnachtsmarkt sowie an erfolgreiche Formate wie den „Feierabend“, den „Feierabend im Lichterschein“ und das große Stadtfest im Mai 2025.

Zum Abschluss rief der Bürgermeister dazu auf, den eingeschlagenen Weg gemeinsam fortzusetzen: „Die Zukunft unserer Stadt entsteht nicht im Rathaus allein – sie entsteht im Zusammenspiel von Bürgerschaft, Ehrenamt, Wirtschaft, Politik und Verwaltung.“ Trotz aller Unsicherheiten blickt er mit Zuversicht auf das Jahr 2026 und mit großem Vertrauen in die Stärke der Stadtgemeinschaft.