Nach einem Vorfall Mitte der Woche, bei dem ein Kind in Bad Sachsa (Landkreis Göttingen) von einem älteren Mann angesprochen worden sein soll, sind über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste Warnhinweise verbreitet und vielfach weitergeleitet worden. Die Polizei hat den zugrunde liegenden Sachverhalt zwischenzeitlich überprüft und den betreffenden Mann persönlich aufgesucht.
Ausgangspunkt war eine Mitteilung vom 16.09.2026. Nach den der Polizei vorliegenden Angaben war ein 11-jähriges Mädchen von einem älteren Mann angesprochen worden. Zu einer körperlichen Annäherung oder darüber hinausgehenden Handlung kam es nach bisherigem Erkenntnisstand nicht. Im Rahmen der unmittelbar aufgenommenen Ermittlungen konnten sowohl das in diesem Zusammenhang beschriebene Fahrzeug als auch der betreffende Mann festgestellt werden. Polizeibeamte suchten ihn an seiner Wohnanschrift auf und führten mit ihm ein Gespräch zu dem Vorfall. Nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand bestehen keine Anhaltspunkte für eine akute oder fortbestehende konkrete Gefährdung von Kindern oder Jugendlichen durch den betreffenden Mann. Die inzwischen über verschiedene Kanäle verbreiteten Warnhinweise enthalten teilweise Angaben, die über den der Polizei mitgeteilten und bislang bestätigten Sachverhalt hinausgehen. Nicht sämtliche dort verbreiteten Einzelheiten sind durch die bisherigen polizeilichen Erkenntnisse belegt.
Der ursprünglich öffentlich bei Facebook eingestellte Beitrag wurde zwischenzeitlich wieder gelöscht. Die darin enthaltenen Informationen waren zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste weiterverbreitet worden. In dem öffentlich zugänglichen Beitrag waren zudem personenbezogene Daten veröffentlicht worden. Ob sich aus Art und Umfang dieser Veröffentlichung strafrechtlich oder in anderer Weise rechtlich relevante Sachverhalte ergeben, ist Gegenstand weiterer Prüfung. Die Polizei bittet darum, Wahrnehmungen und Hinweise unmittelbar an sie weiterzugeben und die weitere Prüfung und Bewertung den zuständigen Stellen zu überlassen. Die eigenständige Veröffentlichung von Kennzeichen, Anschriften, Fotos oder anderen personenbezogenen Daten sowie eigene Nachforschungen oder persönliche Konfrontationen sind hierfür weder erforderlich noch zielführend und können die Situation unnötig verschärfen. Die Bewertung von Verdachtsmomenten und die Entscheidung über gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen obliegen der Polizei. Von eigenmächtigen Maßnahmen sollte daher abgesehen werden.
Wer im Zusammenhang mit dem ursprünglichen Sachverhalt selbst konkrete Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich unmittelbar an die Polizei Bad Sachsa, Telefon 05523 952790, oder die Polizei Bad Lauterberg, Telefon 05524 9630, zu wenden.