Mit zeitgemäßen Stoffen und jungen Perspektiven hat sich das Junge Theater Eschwege in den vergangenen Jahren als feste Größe in der regionalen Kulturlandschaft etabliert. Das Ensemble steht für Experimentierfreude, Leidenschaft und mutige Stoffauswahl. Und das immer mit dem Anspruch, sein Publikum zu begeistern und zugleich zum Nachdenken anzuregen.
In den vergangenen Wochen startet die Probenarbeit für die neue Produktion „Die acht Frauen“, eine überraschende wie vielschichtige Krimikomödie für Erwachsene. Acht Darstellerinnen, ein rätselhaftes Verbrechen und ein Kaleidoskop aus Emotionen, Intrigen und unerwarteten Wendungen versprechen einen spannenden Theaterabend. Im Interview sprechen Heiko Alsleben und Manfred Rehbaum darüber, was das Junge Theater aktuell künstlerisch und gesellschaftlich antreibt, warum die Wahl auf dieses Stück fiel, wie im Probenprozess experimentiert wird und was die Zuschauerinnen und Zuschauer am Ende mit nach Hause nehmen sollen.
Das Junge Theater Eschwege steht für zeitgemäße Stoffe und junge Perspektiven. Was treibt euch aktuell als Ensemble künstlerisch wie gesellschaftlich am meisten an?
Das Junge Theater Eschwege steht für bunte Vielfalt ohne Brauntöne, für Experimentierfreude und Leidenschaft. Das drückt sich in der Auswahl unserer Stücke und allen Inszenierungen aus. Wir wollen unser Publikum begeistern und mitnehmen.
Ein neues Stück bedeutet immer auch Neuanfang. Warum genau dieses Stück?
Eine gute Frage. Ich würde mal sagen: Weil es Spaß macht. Das Stück „Die acht Frauen“ ist voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen, einfach eine wunderbare Krimikomödie.
Ohne zu viel zu verraten: Welche Themen oder Konflikte stehen im Zentrum der Inszenierung?
Da wollen wir die Spannung nicht vorwegnehmen, aber das sei verraten: Es geht um große Gefühle, um Intrigen, Sehnsüchte und Enttäuschungen. Die breite Palette unserer Empfindungen fügt sich zu einem wechselnden Kaleidoskop tragisch-komischer Szenen aneinander und verschafft immer neue Blickwinkel, die gerade gewonnene Gewissheiten wieder zerfließen lassen.
Proben sind oft der spannendste Teil einer Produktion. Gab es im aktuellen Probenprozess einen Moment, der für euch alles verändert hat?
Ein solcher Moment wäre für die Regie wahrscheinlich der Moment, sich zu fragen, welche Fehler bei der Auswahl des Stückes oder der Inszenierung gemacht worden sind. Nein, der spannende Teil ist es, die Entwicklung eines Stückes in den Proben zu verfolgen und es gemeinsam zur Bühnenreife wachsen zu lassen.
Junges Theater lebt von Experiment und Risiko. Wo seid ihr bei dieser Inszenierung bewusst aus eurer Komfortzone gegangen?
Keine Inszenierung kann in einer Komfortzone entstehen. Jede Schauspielerin und jeder Schauspieler steht immer vor der Herausforderung, eine neue Identität anzunehmen und in dieser Rolle zu überzeugen.
Welche Rolle spielt Improvisation in euren Proben und wie viel davon schafft es am Ende wirklich auf die Bühne?
Jedes Stück lebt von einer gelungenen Mischung aus Absicht und Improvisation. Das macht die Proben ja gerade so spannend und lebendig. Am Ende lässt sich das dann auch nicht mehr trennen.
Für wen ist dieses Stück gemacht und wen möchtet ihr vielleicht ganz neu erreichen?
Jedes unserer Stücke ist immer eine Einladung an unser Publikum, eine unterhaltsame und anregende Zeit mit uns zu verbringen. Unser Stammpublikum weiß das zu schätzen und darf sich bei dieser Krimikomödie für Erwachsene auf einen vergnüglichen Abend freuen. Aber auch die Besucherinnen und Besucher, vor allem junge Menschen, die vielleicht erstmals ein Stück von uns sehen, wollen wir neugierig machen und für unsere Theaterwelt begeistern.
Nach der Premiere ist vor dem nächsten Projekt. Was wünscht ihr euch, dass die ZuschauerInnen nach dem Stück mit nach Hause nehmen?
Wir wünschen uns, dass unser Publikum uns mit dem beschwingten Gefühl verlässt, einen bereichernden Abend verbracht zu haben, dass der Zauber des Stückes noch nachwirkt, vielleicht auch zu Hause noch für Gesprächsstoff sorgt und Vorfreude auf unser nächstes Stück hinterlässt.
Die Premiere findet am 13. März statt und ist bereits ausverkauft. Für weitere Vorstellungen können Sie hier die Karten im VVK erwerben:
Online: tickets.kultur-eschwege.de/
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