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Gemeinsam für mehr Sicherheit: Landkreise vertiefen Zusammenarbeit in der Gefahrenabwehr

v. l. Marco Federau, Martin Glöckner, Sebastian Stelzer, Landrätin Dr. Marion Frant, Mirko Lipinski, Landrätin Nicole Rathgeber, Philipp Hoßbach, Ingo Zbierski, Melanie Janitzki  Es fehlen auf dem Bild: David Werkmeister und Andreas Vedder. Foto: Kreisausschuss
v. l. Marco Federau, Martin Glöckner, Sebastian Stelzer, Landrätin Dr. Marion Frant, Mirko Lipinski, Landrätin Nicole Rathgeber, Philipp Hoßbach, Ingo Zbierski, Melanie Janitzki Es fehlen auf dem Bild: David Werkmeister und Andreas Vedder. Foto: Kreisausschuss

Sicherheit im Fokus: Die Landkreise Werra-Meißner und Eichsfeld stimmen ihre Katastrophenschutz-Pläne ab. Erfahren Sie alles über das Strategietreffen in Eschwege.

In diesen Tagen trafen sich Landrätin Nicole Rathgeber und ihre Amtskollegin Dr. Marion Frant aus dem Landkreis Eichsfeld gemeinsam mit den Verantwortlichen der Gefahrenabwehr beider Landkreise im Gefahrenabwehrzentrum in Eschwege. Ziel des Treffens war ein intensiver fachlicher Austausch über aktuelle Herausforderungen im Katastrophenschutz sowie die weitere Abstimmung einer engen interkommunalen Zusammenarbeit.

Zum Auftakt des Besuchs erhielten die Gäste bei einer Besichtigung der Katastrophenschutz-Stabsräume einen umfassenden Einblick in die räumlichen und organisatorischen Strukturen des Gefahrenabwehrzentrums. Dabei wurden unter anderem die Abläufe im Stabsbetrieb erläutert, einschließlich der Schichtplanung und der organisatorischen Vorbereitung für länger andauernde Einsatzlagen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Qualifizierung der Mitarbeitenden. Die Teilnehmenden tauschten sich darüber aus, welche Schulungen und Fortbildungen von Stabsmitgliedern besucht werden und wie Übungs- und Trainingsprogramme weiterentwickelt werden können, um die Einsatzbereitschaft im Krisenfall kontinuierlich zu stärken.

Auch strategische Planungen standen auf der Agenda. So wurden unter anderem Konzepte für sogenannte „Leuchttürme“ als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung in Krisensituationen vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus ging es um die Alarmierung des Katastrophenschutzstabes sowie um die Frage, welche Stabssoftware künftig genutzt werden soll. Neben der Arbeit im Katastrophenschutzstab wurden dabei auch digitale Lösungen für den Verwaltungsstab (VWS) betrachtet.

Ein wichtiges Thema war zudem die Sensibilisierung der einzelnen Fachabteilungen der Kreisverwaltung für ihre Aufgaben im Katastrophenschutz- und Verwaltungsstab. In diesem Zusammenhang wurde auch die Aufgabenverteilung innerhalb der Verwaltung diskutiert und die Bedeutung klarer Zuständigkeiten betont, um im Ernstfall schnell und strukturiert handeln zu können.

Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmenden über infrastrukturelle und organisatorische Vorsorgemaßnahmen aus. Dazu gehörten unter anderem die Notstromversorgung der Verwaltungsgebäude sowie Planungen für verschiedene Krisenszenarien – etwa großflächige Stromausfälle oder Hochwasserlagen. Auch die personelle Aufstellung der Verwaltungsstäbe wurde thematisiert, insbesondere die Frage, wie Funktionen im Krisenfall zuverlässig besetzt werden können und welche Möglichkeiten zur Aufstockung bestehen, wenn mehrere Schlüsselpositionen gleichzeitig ausfallen.

Ergänzend wurden Ansätze aus dem Bereich des Business Continuity Managements (BCM) sowie die Erstellung und Weiterentwicklung von Notfallplänen innerhalb der Verwaltung besprochen, um die Handlungsfähigkeit der Verwaltung auch in außergewöhnlichen Lagen sicherzustellen.

Landrätin Nicole Rathgeber unterstrich die Bedeutung des interkommunalen Austauschs:

„Krisen und Katastrophen kennen keine Kreisgrenzen. Deshalb ist es entscheidend, dass wir unsere Strukturen aufeinander abstimmen, voneinander lernen und unsere Zusammenarbeit stetig weiterentwickeln. Der Austausch mit unseren Nachbarkreisen stärkt unsere gemeinsame Handlungsfähigkeit und kommt letztlich der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zugute.“

Das Treffen im Gefahrenabwehrzentrum in Eschwege zeigte einmal mehr, wie wichtig der regelmäßige Dialog zwischen den Landkreisen ist, um Erfahrungen zu teilen, voneinander zu profitieren und die Gefahrenabwehr in der Region gemeinsam weiterzuentwickeln. (PM des Kreisausschuss)