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Oshionwu gewinnt OB-Stichwahl klar

Die Entscheidung ist gefallen: Onyeka Oshionwu (Grüne) gewinnt die Stichwahl um das Göttinger Oberbürgermeisteramt mit 62,95 Prozent. Dr. Ehsan Kangarani (CDU) erreicht 37,05 Prozent.
Die Entscheidung ist gefallen: Onyeka Oshionwu (Grüne) gewinnt die Stichwahl um das Göttinger Oberbürgermeisteramt mit 62,95 Prozent. Dr. Ehsan Kangarani (CDU) erreicht 37,05 Prozent.

Das vorläufige Endergebnis der OB-Stichwahl in Göttingen steht fest: Onyeka Oshionwu gewinnt mit 62,95 Prozent gegen Ehsan Kangarani. Alle Zahlen und Ergebnisse.

Die Entscheidung über die künftige Spitze der Stadt Göttingen ist gefallen: Onyeka Oshionwu (Bündnis 90/Die Grünen) gewinnt die Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt. Nach Eingang aller 151 Schnellmeldungen kommt sie im vorläufigen Endergebnis auf 62,95 Prozent der gültigen Stimmen. Ihr Gegenkandidat Dr. Ehsan Kangarani (CDU) erreicht 37,05 Prozent.

In absoluten Zahlen entfielen 28.619 Stimmen auf Oshionwu, Kangarani erhielt 16.843 Stimmen. Damit liegt Oshionwu am Ende 11.776 Stimmen beziehungsweise 25,90 Prozentpunkte vor ihrem CDU-Kontrahenten.


Aus zunächst engem Rennen wird deutlicher Vorsprung

Zu Beginn der Auszählung sah es zunächst noch nach einem deutlich engeren Wahlabend aus. Nach vier von 151 Ergebnissen lag Oshionwu bei 51,63 Prozent, Kangarani bei 48,37 Prozent. Wenig später, nach sechs Ergebnissen, trennten beide Kandidierenden beim Stand von 50,14 zu 49,86 Prozent nur 0,28 Prozentpunkte.

Mit weiteren ausgezählten Bezirken änderte sich das Bild jedoch zunehmend. Nach 16 Ergebnissen lag Oshionwu bereits bei 56,96 Prozent, nach 20 Ergebnissen bei 59,29 Prozent. In der zweiten Hälfte der Auszählung stabilisierte sich ihr Anteil oberhalb der 60-Prozent-Marke. Nach 101 von 151 Ergebnissen wurden für sie 60,94 Prozent ausgewiesen, bei 139 Ergebnissen waren es 61,74 Prozent.

In den letzten noch ausstehenden Bezirken wuchs ihr Stimmenanteil noch leicht. Das vorläufige Endergebnis lautet schließlich 62,95 zu 37,05 Prozent.


Die Zahlen der Stichwahl

Insgesamt waren 92.859 Menschen zur Oberbürgermeister-Stichwahl wahlberechtigt. 45.773 Wählerinnen und Wähler gaben ihre Stimme ab. Damit liegt die Wahlbeteiligung bei 49,29 Prozent.

Von den abgegebenen Stimmen waren 45.462 gültig. 311 Stimmen beziehungsweise 0,68 Prozent waren ungültig.

Die Beteiligung fiel damit niedriger aus als beim ersten Wahlgang am 13. September. Damals gingen 61,6 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl. Oshionwu hatte den ersten Wahlgang mit 41,4 Prozent vor Kangarani mit 27,9 Prozent beendet. Florian Dinger (SPD) erreichte 21,6 Prozent, Thomas Goes (Linke) 9,1 Prozent. Da niemand die absolute Mehrheit erreichte, mussten Oshionwu und Kangarani in die Stichwahl.


Göttingen bekommt ein neues Stadtoberhaupt

Fest stand bereits vor der Stichwahl, dass es im Neuen Rathaus einen personellen Wechsel geben wird. Die bisherige Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) war nach einer Amtszeit nicht erneut angetreten. Oshionwu und Kangarani gehören beide seit 2021 dem Göttinger Stadtrat an und waren bislang ehrenamtliche Bürgermeister der Stadt.

Mit dem vorläufigen Ergebnis setzt sich Oshionwu nun in der Stichwahl durch. Zugleich endet damit die lange Reihe sozialdemokratischer Oberbürgermeister an der Spitze Göttingens; bereits nach dem Ausscheiden des SPD-Kandidaten im ersten Wahlgang stand fest, dass das Amt erstmals seit rund 20 Jahren nicht an die SPD gehen würde.