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Stichwahl in Göttingen: Ruhiger Wahltag – doch die Spannung steigt

Das Wahllokal in Weende kurz vor der Schliessung um 17 Uhr. Foto Bernard Marks
Das Wahllokal in Weende kurz vor der Schliessung um 17 Uhr. Foto Bernard Marks


Göttingen, 27. September 2026 · Kurz vor Schließung der Wahllokale : Nur noch wenige Minuten, dann schließen um 18 Uhr die Wahllokale in Göttingen und im Landkreis. Der Tag der Stichwahl verlief vielerorts auffallend ruhig. Lange Schlangen vor den Wahlkabinen waren zumindest in zahlreichen Wahllokalen nicht zu beobachten – für die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer bislang ein vergleichsweise entspannter Sonntag. Doch je näher die Schließung der Wahllokale rückt, desto größer wird die Spannung. 

Eine offizielle aktuelle Wahlbeteiligung für die Stichwahl liegt kurz vor Ende der Abstimmung noch nicht vor. Auch einzelne Eindrücke aus den Wahllokalen lassen noch keine sicheren Rückschlüsse auf die endgültige Beteiligung zu. Fest steht: Im ersten Wahlgang am 13. September lag die Wahlbeteiligung bei der Göttinger Oberbürgermeisterwahl bei 61,6 Prozent.

Wer übernimmt die Spitze im Göttinger Rathaus?

Besonders gespannt blickt Göttingen auf die Entscheidung um das Oberbürgermeisteramt. Onyeka Oshionwu von Bündnis 90/Die Grünen und Ehsan Kangarani von der CDU stehen sich in der Stichwahl gegenüber.  Oshionwu war mit 41,44 Prozent als stärkste Kandidatin aus dem ersten Wahlgang hervorgegangen. Kangarani erreichte 27,86 Prozent. Weil keiner der Kandidierenden die notwendige absolute Mehrheit erzielen konnte, fällt die Entscheidung nun in der Stichwahl. Die bisherige Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) war nicht erneut angetreten. Damit steht bereits fest: Göttingen bekommt ein neues Stadtoberhaupt.  Wer macht am Ende das Rennen – Onyeka Oshionwu oder Ehsan Kangarani? Schon kurz nach 18 Uhr dürften die ersten ausgezählten Wahlbezirke einen Eindruck davon vermitteln, in welche Richtung sich die Entscheidung entwickelt. 

Auch der Landkreis sucht eine neue Spitze

Nicht weniger spannend ist die Entscheidung um das Landratsamt. Hier treten Dr. Ulrike Witt (SPD) und Harm Adam (CDU) gegeneinander an. Im ersten Wahlgang hatte Witt 25,3 Prozent erreicht, Adam folgte mit 23,4 Prozent. Auch Amtsinhaber Marcel Riethig war angetreten, schaffte mit 14,9 Prozent jedoch nicht den Sprung in die Stichwahl.  Damit entscheidet sich an diesem Sonntag nicht nur, wer künftig im Neuen Rathaus in Göttingen die Verwaltung führt, sondern auch, wer an der Spitze des Landkreises stehen wird. 

Spannung auch in Herzberg

Auch in weiteren Kommunen der Region wird am Abend genau auf die Auszählung geschaut. In Herzberg am Harz geht es ebenfalls um das Bürgermeisteramt. Dort stehen sich Simon Schlonsog (CDU) und Christopher Wagner (SPD) gegenüber. Im ersten Wahlgang hatte Schlonsog 35,9 Prozent erreicht, Wagner kam auf 33,2 Prozent – beste Voraussetzungen also für einen spannenden Wahlabend.  In Niedersachsen finden an diesem Sonntag insgesamt in zahlreichen Kommunen Stichwahlen um Bürgermeister-, Oberbürgermeister- und Landratsposten statt. 

Um 18 Uhr beginnt das große Zählen

Bis 18 Uhr können die Wahlberechtigten noch ihre Stimme abgeben. Dann werden die Türen der Wahllokale geschlossen und für die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer beginnt der arbeitsintensivste Teil des Tages: die Auszählung.  Aus dem bislang ruhigen Wahlsonntag wird dann innerhalb weniger Minuten ein spannender Wahlabend. Erste Zwischenstände werden nach Schließung der Wahllokale erwartet.  Wer zieht an die Spitze des Göttinger Rathauses ein? Wer übernimmt das Landratsamt? Und wie entscheiden sich die Wählerinnen und Wähler in Herzberg und den anderen Kommunen?