Der Werra-Meißner-Kreis und seine Städte und Gemeinden wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Geplant ist die Einrichtung einer gemeinsamen Zentralen Vergabestelle (ZVS).
Ziel ist es, öffentliche Ausschreibungen künftig gebündelt zu organisieren, Verfahren zu vereinfachen und die Verwaltungen vor Ort zu entlasten.
Kommunale Verwaltungen stehen heute vor immer größeren Herausforderungen. Vergabeverfahren werden rechtlich zunehmend komplexer, gleichzeitig fehlen vielerorts Fachkräfte. Hinzu kommen steigende Anforderungen an Transparenz, Digitalisierung und nachhaltige Beschaffung.
Eine gemeinsame Vergabestelle soll hier helfen: Durch die Bündelung von Know-how und Ressourcen sollen Verfahren effizienter gestaltet und rechtssicher durchgeführt werden. Gleichzeitig profitieren kleinere Kommunen vom Fachwissen, das bereits beim Kreis vorhanden ist.
Beim Werra-Meißner-Kreis gibt es bereits eine Zentrale Vergabestelle, die derzeit alle förmlichen Vergabeverfahren der Kreisverwaltung betreut. Dieses Fachwissen soll künftig auch den Kommunen des Landkreises zur Verfügung stehen.
Einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur gemeinsamen Lösung stellte ein Erörterungstermin Anfang März im Verwaltungszentrum des Werra-Meißner-Kreises dar. Dort kamen interessierte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Mitarbeitende der Städte und Gemeinden sowie Beschäftigte der Kreisverwaltung zusammen. Auch ein Vertreter des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz nahm beratend teil.
Im Mittelpunkt des Treffens standen Fragen zur organisatorischen Gestaltung der Zusammenarbeit sowie die nächsten Schritte zur Umsetzung der gemeinsamen Vergabestelle.
Landrätin Nicole Rathgeber unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Mit der gemeinsamen Zentralen Vergabestelle nutzen wir vorhandene Synergien, stärken die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und schaffen zugleich die Grundlage für eine moderne, digitale und rechtssichere öffentliche Beschaffung.“ (PM des Kreisausschuss)