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Zu Besuch beim Oberhaupt der Stadt

Sassan, Felix, Scott und Mats trafen am Zukunftstag 2025 den Bürgermeister der Stadt Hann. Münden, Tobias Dannenberg im Alten Rathaus. Fotos Bernard Marks
Sassan, Felix, Scott und Mats trafen am Zukunftstag 2025 den Bürgermeister der Stadt Hann. Münden, Tobias Dannenberg im Alten Rathaus. Fotos Bernard Marks

Am Zukunftstag hatte die Mundus Marketing Agentur in Hann. Münden Besuch von den Nachwuchsjournalisten Scott, Felix, Mats von der Redaktion des Schülermagazins Denker, welches bundesweite Auszeichnungen einheimst. Unterstützt wurden die drei von Sassan. Auf dem Programm stand konzentrierte Redaktionsarbeit - mit einer Konferenz und der akribischen Vorbereitung für das Highlight des Tages: Der Bürgermeister der Stadt Hann. Münden, Tobias Dannenberg, stand für ein Interview zur Verfügung. Hier das Gespräch für Euch!

Das Interview führten Scott, Mats, Felix und Sassan:

Vielen Dank, dass wir hier sein können. Dürfen wir du sagen?

Tobias Dannenberg: Na klar!

Toll! Bist du eigentlich gerne Bürgermeister?

Tobias Dannenberg: (lacht) Ja, ich bin sehr gerne Bürgermeister.

Was gefällt dir besonders daran, Bürgermeister zu sein?

Tobias Dannenberg: Das Schöne an der Aufgabe ist, dass man sich für seine Stadt, in der man dann auch groß geworden ist, wie es bei mir auch der Fall ist, einsetzen kann, um die Stadt weiterzuentwickeln.

Wo wohnst du denn in Hann. Münden?

Tobias Dannenberg: Ich wohne am Berliner Ring.

Was ist dein Lieblingsessen?

Tobias Dannenberg: Ich esse gerne Schnitzel mit Pommes. Aber es gibt eigentlich wenig, was ich nicht mag.

Treibst du Sport?

Tobias Dannenberg: Leider nicht mehr so viel, wie ich es eigentlich gerne möchte. Seitdem ich in dem Amt bin, habe ich leider kaum noch Zeit für persönliche Dinge, die ich gerne gemacht habe. Ich bin früher aber gerne laufen gegangen und habe lange Zeit Fußball und Handball gespielt.

Welche Sportarten magst du besonders gerne?

Tobias Dannenberg: Ich mag persönlich Fußball, Handball und Basketball, gucke aber auch gerne Biathlon.

Hast du einen Lieblingsverein?

Tobias Dannenberg: Ich bin Fan von Borussia Dortmund.


Bürgermeister Tobias Dannenberg im Gespräch mit den Schülern.

Wie viele Mitarbeiter hast du in der Stadtverwaltung?

Tobias Dannenberg: 270.

Wow, so viele - wofür brauchst du die alle?

Tobias Dannenberg: (lacht) Wir haben sehr viel zu tun. Wir haben zum Beispiel unseren Bereich Personal, der sich um unsere Mitarbeiter kümmert. Dann haben wir den Bereich Finanzen, hier geht es um unseren Haushalt und um Steuern und Beiträge. Dann haben wir den Bereich III (Soziales, Sicherheit und Ordnung). Dieser kümmert sich u.a. um unsere Grundschulen, für die wir die Trägerschaft übernehmen. Das Ordnungsamt hat vielleicht der eine oder andere schon mal kennengelernt, wenn jemand falsch geparkt hat und er ein Knöllchen bekommen hat. Der Bereich IV steht für unsere kommunalen Dienste. Sie kümmern sich um unsere Straßen und Grünflächen sowie die Sauberkeit der Stadt. Dann haben wir den Bereich V mit unserem Bauamt und unseren Liegenschaften. Dazu kommen noch der Stadtwald und die Stadtentwässerung. Darüber hinaus haben wir unsere Gesellschaften wie die Hann. Münden Marketing GmbH sowie die Versorgungsbetriebe. Wir bearbeiten im Großen und Ganzen alles, was die Stadt betrifft, und wir brauchen unsere Mitarbeiter, um die Stadt am Laufen zu halten. Alles, was in der Stadt passiert, betrifft oftmals auch die Stadtverwaltung.

Spannend, was sind denn deine Zukunftspläne für Hann. Münden?

Tobias Dannenberg: Für mich ist es wichtig, dass wir dafür sorgen, dass das Leben in der Stadt und in den Ortsteilen auch lebenswert bleibt. Dafür brauchen wir in den Ortsteilen zum Beispiel die Dorfgemeinschaftshäuser. Es ist sehr wichtig, dass wir dafür sorgen, dass wir diese Orte für die Gemeinschaft erhalten, sodass die Menschen in den Dörfern dort zusammenkommen können. Außerdem ist es wichtig, unser Freibad zu erhalten, sowie das Geschwister-Scholl-Haus, wo tolle Angebote für alle Altersklassen vorgehalten werden. Zudem müssen wir uns um unsere Straßen kümmern. All das kostet jedoch viel Geld und es ist u. a. meine Aufgabe und die des Stadtrates, dafür zu sorgen, dass wir das Geld dafür bereitstellen können. Dabei wollen wir die Bewohnerinnen und Bewohner aber nicht über Gebühr strapazieren, indem wir zu viele Steuern und Gebühren verlangen.

Leider wird alles teurer heutzutage?

Tobias Dannenberg: Das ist das Schwierige: Durch Baukosten-, Energie- und Personalkostensteigerungen müssen wir schauen, dass das, was wir mehr ausgeben, auch mehr wieder reinkommt, weil es sonst nicht möglich ist, all das, was ich eben genannt habe, weiterhin zu finanzieren. Und wenn wir da nicht aufpassen, dass wir dementsprechend für Einnahmen sorgen, würde das bedeuten, dass wir vielleicht das Freibad oder die Dorfgemeinschaftshäuser schließen oder sogar verkaufen müssen. Das wäre das Schlimmste, was unserer Stadt passieren könnte.


Interview mit dem Bürgermeister Tobias Dannenberg in der historischen Amtsstube des Alten Rathauses Hann. Münden.

Und glaubst du, du kannst diese Ziele in deiner Amtszeit erreichen?

Tobias Dannenberg: Bis jetzt haben wir alles gemacht, was möglich ist, um alles, was wir haben, auch zu erhalten. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das auch weiterhin schaffen.

Könntest du dir vorstellen, die Gewerbesteuer zu senken, um noch mehr Unternehmen nach Hann. Münden zu holen und damit die Stadt attraktiver für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu machen? Das würde ja auch für mehr Einnahmen sorgen?

Tobias Dannenberg: Topografisch haben wir nicht mehr viele Flächen, um Gewerbe neu anzusiedeln. Wir sind bemüht, die Steuern nicht so hoch werden zu lassen, sodass die Unternehmen auch weiter ein Interesse daran haben, in Hann. Münden zu bleiben. Es ist auch unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Unternehmen hier ein Umfeld finden, womit sie zufrieden sind, hier produzieren und Arbeitsplätze schaffen. Nebenbei gesagt sind wir froh darüber, dass wir ein so hohes Gewerbeaufkommen haben. Wir sind in Hann. Münden sehr gut aufgestellt und ich bin froh, dass wir viele leistungsfähige mittelständische Unternehmen haben. Wir brauchen diese Unternehmen, um Einnahmen zu generieren, damit alles andere finanziert werden kann. Unsere Unternehmen sind sozusagen der Motor unserer Stadt.

Könntest du sonst noch etwas tun, um die Stadt attraktiver zu machen? Stichwort neue Freizeitaktivitäten wie Bowling oder so?

Tobias Dannenberg: Gerade sanieren wir den Rattwerder für 2,6 Millionen Euro, damit die Mündener Vereine auch in den witterungsbedingt schlechten Monaten Sport treiben können.


Zufrieden mit dem gemeinsamen Treffen und dem Interview: Mats, Tobias Dannenberg, Felix, Scott und Sassan.

Du hast ja vorhin erzählt, dass du in Hann. Münden aufgewachsen bist. Welche Schule hast du damals besucht?

Tobias Dannenberg: Ich war auf der Heinrich-Sohnrey-Realschule und habe später noch ein BWL-Studium absolviert.

Würdest du sagen, dass die Schulen damals besser waren als heute?

Tobias Dannenberg: Darüber möchte ich mir kein Urteil erlauben.

Wie sieht es mit der Digitalisierung von Schulen aus? Wie stellst du dir die Schulen von morgen vor?

Tobias Dannenberg: Wir wollen unser Möglichstes dazu beitragen. Wir sind gerade dabei, die Infrastruktur so herzurichten, damit die Digitalisierung auch in den Grundschulen voranschreiten kann.

Okay, herzlichen Dank, das war es eigentlich.

Tobias Dannenberg: Sehr gerne!