Prof. Dr. Marija Djukic, Chefärztin des Geriatrischen Zentrums am Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende, hat den diesjährigen Schiffbauer-Ehrenpreis erhalten. Die Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung würdigt damit ihre wissenschaftlichen Leistungen und ihren Einsatz für eine bessere Versorgung älterer Patientinnen und Patienten.
Für die Medizinerin hat Göttingen eine besondere Bedeutung: Hier studierte sie Humanmedizin, absolvierte ihre Facharztausbildung zur Neurologin und legte den Grundstein für ihre wissenschaftliche Laufbahn. Heute prägt sie die Versorgung an der Schnittstelle von Neurologie und Altersmedizin maßgeblich mit.
Neurologie und Geriatrie eng verbunden
Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie betont, dass Djukic mit ihren klinisch-wissenschaftlichen Arbeiten zur Neuroinfektiologie und Liquordiagnostik international Beachtung gefunden hat. Als Geriaterin habe sie die Verbindung beider Fachgebiete entscheidend vorangebracht, sagte DGG-Präsident Prof. Dr. Michael Denkinger.
Gerade bei älteren Menschen treten neurologische Erkrankungen häufig gemeinsam mit anderen gesundheitlichen Problemen auf. Djukic setzt deshalb auf eine ganzheitliche Betrachtung, bei der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation aufeinander abgestimmt werden. Besonders interessieren sie neurodegenerative und neurovaskuläre Erkrankungen.
Preisgeld soll gespendet werden
Das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro möchte Marija Djukic spenden. In Frage kommen für sie wissenschaftliche oder soziale Projekte, etwa Bildungsinitiativen in Bosnien und Herzegowina, dem Land ihrer Geburt, oder Unterstützung für die neurogeriatrische Forschung.
Djukic war bereits 2014 mit dem Schiffbauer-Förderpreis ausgezeichnet worden. Weitere Ehrungen folgten, darunter der Robert-Wartenberg-Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Für die Ärztin ist der aktuelle Ehrenpreis daher auch eine persönliche Anerkennung ihres langjährigen Engagements für Wissenschaft und Versorgung.