Mit Franziska Hoffmann übernimmt eine Frau die Leitung der Ballettschule Wandtke in Hann. Münden, die die Einrichtung seit vielen Jahren aus nächster Nähe kennt. Seit 22 Jahren tanzt sie selbst in der Schule, seit einem Jahrzehnt engagiert sie sich dort ehrenamtlich als Lehrerin und Choreographin. Nun führt sie die traditionsreiche Ballettschule weiter.
Für Hoffmann ist die Übernahme ein besonderer Schritt. Sie beschreibt das Ballett als ihre größte Leidenschaft und die neue Aufgabe als einen Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Zugleich betont sie die Verantwortung, die mit diesem Schritt verbunden ist. Dass Udo Wandtke weiterhin fester Bestandteil der Ballettschule bleibt, sieht sie dabei als wertvolle Kontinuität und als Zeichen des Vertrauens.
Inhaltlich ist die Schule bereits heute breit aufgestellt. Das Angebot richtet sich an Menschen, die Freude an Bewegung und Musik mitbringen; vom spielerischen Einstieg im frühen Kindesalter bis zu Kursen für Jugendliche und Erwachsene. Bereits im Pre-Ballett werden Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren behutsam an den Tanz herangeführt. Darüber hinaus gibt es Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse für verschiedene Altersgruppen. Neben dem klassischen Ballett gehören auch Jazz Dance, Modern Dance und Showtanz zum Repertoire. Wer die entsprechenden tänzerischen Voraussetzungen mitbringt, kann sich zudem im Spitzentanz weiterentwickeln.
Nach Angaben der Schule tanzen derzeit mehr als 190 Schülerinnen und Schüler in Hann. Münden und am Standort Dransfeld, der im vergangenen Jahr unter der Leitung von Sophie Petereit neu eröffnet wurde. Damit ist die Ballettschule Wandtke in der Region eine feste Adresse für Tanzunterricht und ein Ort, an dem Gemeinschaft und kreative Entfaltung zusammenkommen.
Genau darin sieht Hoffmann auch den Kern ihres pädagogischen Anspruchs. Im Unterricht gehe es nicht nur um Technik, sondern ebenso um Freude an Bewegung, um die Entwicklung von Ausdruck und um die Möglichkeit, über sich selbst hinauszuwachsen. Das klassische Ballett bilde dabei ein wichtiges Fundament, auf dem weitere Tanzstile aufbauen können. Zugleich soll Raum bleiben für Kreativität, Bühnenerfahrung und persönliches Wachstum. Sichtbar wird das jedes Jahr bei der „Gala des Tanzes“, bei der alle Kurse das Erlernte vor Publikum präsentieren. In diesem Jahr findet sie am 27. Juni im Grotefend-Gymnasium statt.
Mit der neuen Leitung und dem neuen Ballettstudio in der Wilhelmstraße 17 will Hoffmann die Schule nun behutsam weiterentwickeln. In den neu gestalteten Räumen, die mit Unterstützung ortsansässiger Firmen wie Eusaro unter der Leitung von Eugen Rau sowie Meyer & Meyer Elektrotechnik entstanden sind, soll ein Ort entstehen, an dem Menschen zusammenkommen und Tanz in seiner Vielfalt erleben können. Geplant ist, das Kursangebot in den kommenden Monaten auszubauen; etwa um Standardtanzkurse für Anfänger oder High-Heels-Dance-Kurse. Ziel ist es, noch mehr Menschen für Bewegung, Musik und Selbstvertrauen auf der Tanzfläche zu begeistern.
Einen ersten Einblick gibt es bereits am Freitag, 24. April, beim Tag der offenen Tür in der Wilhelmstraße 17. Von 15 bis 18 Uhr können Besucher die neuen Räumlichkeiten besichtigen, an Probestunden für Kinder und Erwachsene teilnehmen oder bei Kaffee und Waffeln ins Gespräch kommen.