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Neujahrsempfang in Hann. Münden: Ein Jahr in Zahlen und Plänen

Die Ballettschule Udo Wandtke sorgte für tolle Showeinlagen zum Neujahrsempfang der Stadt Hann. Münden. Foto: Tarsa
Die Ballettschule Udo Wandtke sorgte für tolle Showeinlagen zum Neujahrsempfang der Stadt Hann. Münden. Foto: Tarsa

Beim Neujahrsempfang der Stadt Hann. Münden zog Bürgermeister Tobias Dannenberg Bilanz und stellte wichtige Projekte für 2026 vor

Der Rittersaal des Welfenschlosses war am Freitagabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aus Vereinen, Politik, Wirtschaft und Ehrenamt folgten der Einladung zum Neujahrsempfang der Stadt Hann. Münden. Es war ein Abend, der Rückschau und Ausblick miteinander verband und zugleich deutlich machte, wie sehr kommunale Entwicklung von Dialog und gemeinsamer Verantwortung lebt.

Bürgermeister Tobias Dannenberg zog in seiner Rede eine insgesamt positive Bilanz der vergangenen Jahre. Viele der angestoßenen Projekte seien nicht ohne Reibung verlaufen, hätten aber wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Stadt gesetzt. Ein prägendes Thema war zu Beginn des Jahres die Einführung des flächendeckenden Parkgebührensystems. Die Maßnahme hatte intensive Diskussionen ausgelöst. Durch zahlreiche Gespräche wurden jedoch Anpassungen vorgenommen, wie etwa das gebührenfreie Parken am Werraweg und am Floßplatz. Mit dem neuen Fünf-Euro-Tagesticket wurde zugleich ein Anreiz geschaffen, die Innenstadt weiterhin attraktiv und gut erreichbar zu halten.



Als wichtiger Meilenstein wurde im März die Verabschiedung des ersten Doppelhaushalts 2025/2026 hervorgehoben. Trotz angespannter Finanzlage gelang es, einen tragfähigen Haushalt aufzustellen. Deutliche Fortschritte wurden auch im Bereich Sport- und Stadtentwicklung erzielt. Mit dem ersten Spatenstich für die Modernisierung der Sportstätte Rattwerder begann ein Projekt, das langfristig bessere Trainings- und Wettkampfbedingungen für die Vereine schaffen soll. Parallel dazu steht die Neugestaltung des oberen Schlossplatzes für eine Aufwertung des öffentlichen Raums: Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und Nutzung als Treff- und Veranstaltungsort rücken hier in den Mittelpunkt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Investitionen in Bildung. Über eine Million Euro floss während der Sommerferien in Schulen und Kitas. Auch der Brandschutz war von wichtigen Weichenstellungen geprägt. Nicht unerwähnt blieb ein Thema, das zwar nicht in kommunaler Zuständigkeit liegt, aber den Alltag vieler Menschen spürbar beeinflusst: der Neubau der Weserbrücke. Die laufenden Arbeiten stellen eine Herausforderung für Verkehr und Stadtleben dar und verdeutlichen, wie eng regionale Infrastruktur mit Lebensqualität verbunden ist.

Der Blick nach vorn zeigte ein ambitioniertes Programm für 2026. Erwartet werden die Fertigstellung der Sportstätte Rattwerder, die Wiedereröffnung der neuen Hängebrücke auf dem Tanzwerder und der Abschluss der Neugestaltung des oberen Schlossplatzes. Auch der nächste Bauabschnitt am Rathaus soll enden, ebenso die Wiederfreigabe des Westflügels im Geschwister-Scholl-Haus. Mit dem Baustart der neuen Weserbrücke beginnt zudem eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre – mit langfristiger Wirkung für die gesamte Region.



Kulturell wurde der Abend von der Ballettschule Udo Wandtke gestaltet, die nun unter neuer Leitung von Franziska Hoffmann steht, sowie vom Chor „Fun in Music“. Die Beiträge sorgten für eine festliche Atmosphäre und unterstrichen die Vielfalt des lokalen Kulturlebens.

Ein besonderer Moment war die Ehrung des Vorstands der Mündener Tafel: Unter anderem wurden Gerd Lewin, Doris Warnecke und Bärbel König-Dreyer für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet. Außerdem wurde der Ortsbürgermeister aus Oberode, Karl-Heinz Held, für sein Wirken geehrt. Sie alle stehen stellvertretend für viele Ehrenamtliche, die soziale Verantwortung im Alltag tragen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Gleichzeitig stand der Neujahrsempfang im Zeichen des Spendengedankens. Gesammelt wurde für die Sanierung und Wiederbelebung des Wald- und Abenteuerspielplatzes Kattenbühl, der künftig wieder als Treffpunkt für Kinder, Familien und Freundeskreise dienen soll.

Das Video zum Beitrag gibt es hier bei Intagram (externer link)