Im Juli gab es im Team von HOLZWERKenergie einiges zu feiern. Alle drei Auszubildenden des 3. Lehrjahres konnten die verkürzte zweijährige Ausbildung im Zimmerei-Handwerk erfolgreich abschließen. Und Eine des Dreier-Teams schnitt sogar als Innungsbeste der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen ab!
Dabei sahen die Startpositionen der Auszubildenden ganz unterschiedlich aus – sie wechselten von der Uni ins Handwerk, stiegen aus einem anderen Handwerksbetrieb ein oder begannen eine Umschulung nach langjähriger Berufstätigkeit im Ausland.
Das Angebot von HOLZWERKenergie, im Anschluss als Fachkraft in den Betrieb übernommen zu werden, nahmen zwei der frischgebackenen Zimmerleute an. Auf sie wartet nun eine Zeit der vertiefenden Erfahrungen und der wachsenden Verantwortung im Baustellenalltag. Einer der ehemaligen Auszubildenden möchte unterdessen eigene Wege gehen.
Beim gemeinsamen Feiern nach der erfolgreichen Abschlussprüfung schauten alle drei erleichtert, stolz und auch etwas urlaubsreif auf die gemeinsame Ausbildungszeit zurück. Ja, sie würden diesen Weg im Großen und Ganzen noch einmal einschlagen. Dabei sahen die persönlichen Herausforderungen ihrer Lehrzeit ganz unterschiedlich aus. Es war beispielsweise schwierig, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden oder die Kombination aus Ganztagsjob und schulischem Lernen zu meistern. Und herausfordernde Arbeitstage, wie z.B. bei anhaltender Kälte im Winter oder Hitze im Sommer, hatten alle drei durchzustehen.
Aufgrund dieser Erfahrungen würden sie sich mehr Ruhe in der Freizeit gönnen, um die anstrengende Ausbildungszeit gut zu überstehen. Oder aber früher den Betrieb wechseln, wenn es im Team nicht richtig passen sollte und das Miteinander zu viel Kraft kostet. Überhaupt sind sie sich einig, dass ein gutes Betriebsklima die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Abschluss ist. Denn Handwerksleute arbeiten eng zusammen – am besten mit Menschen, die sich gut verstehen!
Die schönsten Erlebnisse der Lehrzeit waren der Aufbau eines komplettes Fachwerkhauses, die Vielfältigkeit der Einsatzbereiche und die Momente, in denen Altbestand und neue Werkstücke bei Fachwerksanierungen perfekt ineinander passen.
Die drei nun freigesprochenen ehemaligen Auszubildenden möchten den Menschen, die sich aktuell für diese Ausbildung entschieden haben, gern ein paar Impulse mitgeben: „Seid mutig und probiert vieles im Handwerk aus, um wirklich das Richtige zu finden. Denn die Arbeit sollte Spaß machen! Falls Ihr Euch in einem Betrieb mit antiquierten Handwerkerklischees oder schrägen Sprüchen nicht wohlfühlt, tauscht Euch mit Anderen aus, vernetzt Euch und wechselt ggf. den Betrieb.“ Orientiert sich jemand nach Studium, Lehre oder Betreuungszeit beruflich komplett neu, empfehlen die drei einen wirklich guten Plan für das Leben ab Mitte 40.
Die beiden von HOLZWERKenergie übernommenen Zimmerei-Fachkräfte freuen sich nun auf die 4-Tage-Woche und ein höheres Gehalt. Auf den frischgebackene Zimmerer, der seinen eigenen Weg einschlagen wird, warten nun Unabhängigkeit, Freiheit, Selbstbestimmung, jedoch auch die komplette berufliche Eigenverantwortung.
Die zweijährige Ausbildung „Zimmerer/Zimmerin“ umfasste einen grundlegenden Theorie- und Praxisteil an der Berufsschule in Northeim. Während der Praxiszeit bei HOLZWERKenergie lag der Fokus auf dem fachgerechten Arbeiten mit ökologischen und nachhaltigen Baustoffen. Die Auszubildenden konnten sowohl auf den unterschiedlichsten Baustellen als auch in der Werkstatt eine Bandbreite an damit einhergehenden Fähigkeiten erlernen und sich umfangreiches Fachwissen aneignen.
Während der Prüfungsphase wurde es ihnen ermöglicht, sich in der Werkstatt gezielt auf die praktische Prüfung vorzubereiten und an Übungsstücken zu arbeiten. Meister und Vorarbeiter unterstützten sie dabei mit vertiefende Anleitungen. Die Betriebsferien der Zimmerei wurden zudem in Abstimmung mit den Prüfungsterminen festgelegt. Die Abschlussprüfung fand dann in zwei Schritten statt - die Theorie wurde im Juni geprüft und die praktische Prüfung folgte im Juli.
Mit dem Start des neuen Ausbildungsjahres wird ab 1. August 2026 eine Neuordnung des Ausbildungsberufs gültig. Erfreulicherweise erfolgt damit eine Anpassung der bisherigen Lehrinhalte und die Integration von Maßnahmen im Sinne des Klimaschutzes. Die neuen Auszubildenden werden somit schon in der Berufsschule Themen wie Energieeinsparung, Vermeidung von CO2-Emissionen, nachhaltige Baumaterialien sowie neue Anforderungen im Zusammenhang mit dem Brandschutz kennenlernen.