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Mündener Grundschulen für Klimaschutz ausgezeichnet

„Klima macht Schule“ zeichnet Grundschulen in Hann. Münden aus
„Klima macht Schule“ zeichnet Grundschulen in Hann. Münden aus

Beim Projekt „Klima macht Schule“ wurden Grundschulen aus Hann. Münden für Klimaschutz, Energiesparen und nachhaltiges Handeln ausgezeichnet.

Im Rahmen des Projekts „Klima macht Schule“ wurden in diesen Tagen in der Grundschule Gimte die teilnehmenden Grundschulen aus Hann. Münden für ihr Engagement in den Bereichen Klimaschutz und Energiesparen ausgezeichnet. Gemeinsam mit Vertreter*innen der Stadt Hann. Münden, der VHM sowie der Energieagentur Region Göttingen e.V. nahmen die Schulen ihre Prämien entgegen. Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten Bürgermeister Tobias Dannenberg, Klimaschutzmanagerin Marie Langl, Dagmar Buth-Parvaresh von der VHM, Schulleiter Jens Wilhelm sowie Ingo Geestmann und Isabelle Galda von der Energieagentur Region Göttingen e.V.

Seit Ende 2023 läuft das Projekt „Klima macht Schule“ an sechs Mündener Grundschulen. Die Stadt Hann. Münden hat die Energieagentur Region Göttingen e.V. mit der Durchführung beauftragt. Unter dem Motto „Klima retten! Schule checken!“ setzen sich die Kinder der 4. Klassen spielerisch und praxisnah mit den Themen Energiesparen, Klimawandel und nachhaltigem Handeln auseinander. „Klimaschutz beginnt mit Verständnis. Nur wenn Kinder die Zusammenhänge hinter dem Klimawandel begreifen, können sie verantwortungsvoll handeln. Deshalb ist es so wertvoll, dass Klima macht Schule uns auf diesem Weg unterstützt.“, so Katharina Schmid, Lehrerin an der Grundschule Gimte. Im Laufe des Schuljahres fanden verschiedene Aktionstage zu den Themen „Energie schlau nutzen“, „Klimawandel – global und lokal“ sowie „Ernährung – regional und fair“ statt. Dabei stand gemeinsames Experimentieren und Ausprobieren im Mittelpunkt. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist außerdem die Arbeit der „Energieteams“: Gemeinsam mit den Hausmeistern untersuchten die Kinder ihre Schulen auf Einsparmöglichkeiten, maßen Temperaturen oder lernten richtiges Lüften. Als „Energiedetektive“ entwickelten sie eigene Ideen, um Energieverschwendung im Schulalltag zu vermeiden.

Für die unterschiedlichen Aktivitäten sammelten die Schulen Prämienpunkte, die am Ende des Projektjahres gegen Geldprämien eingetauscht werden konnten. Die Prämien wurden von der VHM gesponsert. Das Projekt befindet sich aktuell im dritten Projektjahr und läuft noch bis Ende Mai 2027. Ein besonderer Programmpunkt war in diesem Schuljahr die Unterrichtseinheit „Die Reise eines Smartphones“. Die Kinder der 4. Klasse der Grundschule Gimte präsentierten bei der heutigen Veranstaltung, was sie dabei gelernt haben. Sie erklärten, dass an der Produktion eines Smartphones zahlreiche Länder beteiligt sind und in einem Handy rund 100 verschiedene Rohstoffe stecken, darunter etwa 60 Metalle. Viele dieser Metalle werden unter problematischen Bedingungen und häufig unter Zerstörung tropischer Regenwälder gewonnen. Die Schüler*innen wiesen auf die kurze Nutzungsdauer von durchschnittlich 1,5 Jahren hin und entwickelten im Zuge der Unterrichtseinheit konkrete Ideen für einen nachhaltigeren Umgang mit Smartphones. Dazu zählen eine längere Nutzung der Geräte, der Kauf gebrauchter Handys, das Weitergeben oder Recyceln alter Geräte sowie Reparaturen, beispielsweise in Repaircafés. „Je früher Kinder erleben, dass sie selbst etwas bewirken können, etwa durch den bewussten Umgang mit ihrem Smartphone, desto selbstverständlicher wird ressourcenschonendes Handeln für sie. In der Schule legen wir heute die Basis für die Klimaschützer von morgen “ - Ingo Geestmann, Geschäftsführer Energieagentur Region Göttingen e.V. "Bei der Prämienübergabe von ‚Klima macht Schule‘ gab es viele spannende Ideen und Ergebnisse aus den Schulen zu sehen. Beeindruckend, mit wie viel Engagement und kreativen Ideen sich die Kinder mit Themen wie Energie, Klimaschutz und dem bewussten Umgang mit Ressourcen beschäftigt haben. In den vergangenen Monaten haben sie sich intensiv damit auseinandergesetzt, wo im Alltag Energie genutzt wird und wie man verantwortungsvoll damit umgehen kann. Als regionaler Energieversorger sind das auch unsere Themen. Deshalb unterstützen wir das Projekt sehr gern.“ - Dagmar Buth-Parvaresh, VHM Das Projekt "Klima macht Schule" wird über vier Jahre von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und in Hann. Münden durch die VHM gefördert. Die Energieagentur führt das Projekt in vielen weiteren Gemeinden im Landkreis Göttingen unter anderem mit der regionalen Unterstützung der EAM durch.