Die Stadt Hann. Münden hat am Montagnachmittag eine offizielle Pressemitteilung zum Großbrand auf dem ehemaligen C.-F.-Schröder-Gelände veröffentlicht. Darin informiert die Stadt über die laufenden Abbrucharbeiten, die weiterhin bestehende Sperrung der B3, den Einsatzverlauf und den aktuellen Stand der Ermittlungen:
Aktuell laufen Abbrucharbeiten auf dem Gelände der Industriebrache C.F. Schröder. Ein Göttinger Abbruchunternehmen reißt einen Teil des Gebäudekomplexes ab, der am Sonntagabend einem Brand zum Opfer gefallen ist. Anwohnende werden gebeten, aufgrund der Staubentwicklung Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Polizei wies mit Lautsprecherdurchsagen im Quartier darauf hin.

Foto: Pressestelle Hann. Münden
Ortsdurchfahrt der B3 bleibt bis auf weiteres gesperrt
Die Ortsdurchfahrt Neumünden (B3/Wilhelmshäuser Straße) ist im Abschnitt zwischen Burckhardt- und Pionierstraße für den Durchgangsverkehr weiterhin gesperrt. Die Verkehrsführung in Richtung Fuldatal Wilhelmshausen erfolgt über die Umleitungsstrecke Burckhardtstraße/Pionierstraße/Wilhemshäuser Straße. Für Verkehrsteilnehmende, die aus der Gegenrichtung kommen, ist die B 3 nur bis Fuldatal/Wilhelmshausen befahrbar. Eine Weiterfahrt nach Hann. Münden ist auf dieser Route zurzeit nicht möglich. Anlieger können ihre Wohnhäuser in der Umgebung weiterhin anfahren. Die Polizei Hann. Münden hat die Ermittlungen aufgenommen und den Brandort beschlagnahmt. Die Schadenssumme ist derzeit noch unbekannt.
Feuerwehr wurde gegen 22.30 Uhr alarmiert
Gemeldet wurde das Feuer von aufmerksamen Anwohnern gegen 22.30 Uhr, woraufhin die Feuerwehr der Kernstadt Hann. Münden ausrückte, nach Feststellung des Ausmaßes vor Ort weitere Kräfte hinzubeorderte und eine Wasserversorgung aus der Fulda sicherstellte. Bewohnerinnen und Bewohner umliegender Gebäude verließen aus Sicherheitsgründen kurzfristig ihre Wohnungen. Rund 40 Personen konnten vorübergehend im Gasthaus „Schmucker Jäger“ untergebracht werden. Auf dem Penny-Parkplatz richteten die Brandschützer ihren Bereitstellungsraum ein.
Nach bisherigen Erkenntnissen entstand das Feuer aus bislang noch ungeklärter Ursache in einem Nebengebäude auf dem ehemaligen Industriegelände. Von dort aus breiteten sich die Flammen auf weitere Gebäudeteile aus. Auf dem ehemaligen Firmengrundstück an der Wilhelmshäuser Straße befinden sich mehrere Gebäude, darunter zahlreiche, teilweise leer -stehende Fabrik- und Lagerhallen.
Die Stadt Hann. Münden hat am Montagnachmittag eine offizielle Pressemitteilung zum Großbrand auf dem ehemaligen C.-F.-Schröder-Gelände veröffentlicht. Darin informiert die Stadt über die laufenden Abbrucharbeiten, die weiterhin bestehende Sperrung der B3, den Einsatzverlauf und den aktuellen Stand der Ermittlungen.Laut Stadtbrandmeister Lutz Hannemann waren insgesamt 200 Feuerwehrmänner- und -frauen vor Ort, die den Brand über mehrere Drehleitern bekämpften. Unterstützt wurden die Mündener Feuerwehren, mit Ausnahme der Feuerwehren Hedemünden und Oberode, die den Grundschutz sicherstellten, von den Feuerwehren aus Dransfeld, Scheden, Staufenberg, Fuldatal, der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises Göttingen sowie der Landkreise Northeim und Kassel. Für die Versorgung der Einsatzkräfte sorgten ASB und DRK, während das THW mit einem Lasersystem die Stabilität der betroffenen Gebäude im Auge behielt, um etwaige Bewegungen der Außenwände direkt an die Einsatzleitung weitergeben zu können.

Foto: mit freundlicher Genehmigung vom Stadtradio Göttingen
„Aufgrund des starken Funkenfluges und der derzeitigen Trockenheit war unsere größte Sorge, dass womöglich umliegende Gebäude beschädigt werden könnten. Die Kameradinnen und Kameraden sorgten deshalb mit Wasserwänden für die Absicherung rund um den Einsatzort. Die Koordination der zahlreichen Einsatzkräfte war vorbildlich und angesichts dieses großen Brandereignisses eine erfreuliche Erkenntnis. Das war wieder einmal echte Teamarbeit. Zudem bin ich sehr froh, dass alle Helferinnen und Helfer den Einsatz unbeschadet überstanden haben. „Brand unter Kontrolle“ wurde aufgrund des Ausmaßes erst gegen 6:30 Uhr gemeldet", teilt Stadtbrandmeister Lutz Hannemann mit.
Bürgermeister Tobias Dannenberg dankt allen beteiligten Einsatzkräften: „Wir sind sehr froh und dankbar, dass bei einem Brand dieser Größenordnung niemand zu Schaden gekommen ist. Durch das schnelle und professionelle Eingreifen unserer Feuerwehren konnte ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Wohnhäuser verhindert und damit Schlimmeres abgewendet werden. Mein großer Dank gilt allen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden sowie den weiteren Einsatz- und Hilfskräften, die über viele Stunden hinweg im Einsatz waren.“
Autor/in: Pressestelle Stadt Hann. Münden