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Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zu Gast an der Universitätsmedizin Göttingen

Vizekanzler Lars Klingbeil (Mitte) mit Gastgeber Vorstandssprecher der Medizinischen Fakultät der UMG, Prof. Dr. Wolfgang Brück (rechts) sowie Frauke Heiligenstadt, Carola Margraf und Fritz Güntzler. Fotos Bernard Marks
Vizekanzler Lars Klingbeil (Mitte) mit Gastgeber Vorstandssprecher der Medizinischen Fakultät der UMG, Prof. Dr. Wolfgang Brück (rechts) sowie Frauke Heiligenstadt, Carola Margraf und Fritz Güntzler. Fotos Bernard Marks

Göttingen, 1. Oktober 2026. Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil hat am Donnerstag, 1. Oktober 2026, die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) besucht. Im Mittelpunkt des Termins standen die aktuellen Entwicklungen am Standort, die großen Neubauvorhaben der UMG, die Forschung im Bereich der Hörwissenschaften sowie die Erneuerung der digitalen Infrastruktur und der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Anwendung. 

Gastgeber des Besuchs war Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstands und Dekan der Medizinischen Fakultät der UMG. Zu den weiteren Gästen gehörten die Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU) und Frauke Heiligenstadt (SPD) sowie die niedersächsische Landtagsabgeordnete Carola Margraf (SPD). Klingbeil ist seit Mai 2025 Bundesminister der Finanzen; Fritz Güntzler vertritt den Wahlkreis Göttingen I im Deutschen Bundestag und ist Mitglied des Finanzausschusses.

Bei einem Rundgang über den Campus informierte sich Klingbeil zunächst über den Stand der umfangreichen Bauprojekte der Universitätsmedizin. Einen Schwerpunkt bildete die Besichtigung des Baufelds für den Neubau des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften (IAN). Dort entsteht ein neues Forschungsgebäude, in dem die bislang an verschiedenen Standorten arbeitenden Forschungsgruppen des Instituts künftig unter einem Dach zusammengeführt werden. Der Neubau soll bis Ende 2028 fertiggestellt werden. Die UMG bündelt dort ihre international ausgewiesene Expertise in den Bereichen auditorische Neurowissenschaften, Audiologie und Neuroprothetik.

Klingbeil zeigte sich insbesondere am aktuellen Stand der Hörforschung interessiert. Im Gespräch mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern informierte er sich über neue Ansätze zur Behandlung von Hörstörungen und über die Verbindung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung. Am IAN wird unter anderem an innovativen Verfahren zur Wiederherstellung des Hörens geforscht – von gentherapeutischen Ansätzen bis hin zu optogenetischen Cochlea-Implantaten.

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war der Neubau NIKO. Auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Baufeld entsteht die erste Baustufe des neuen Universitätsklinikums. NIKO steht für Notaufnahme, Intensivmedizin, Krankenpflege und Operationszentrum und wird künftig zentrale Bereiche der stationären und operativen Krankenversorgung der UMG aufnehmen. Im Frühjahr dieses Jahres wurde mit dem Abschluss der Tiefgründung ein wichtiger Meilenstein erreicht: Insgesamt 657 Stahlbetonpfähle bilden die statische Grundlage des Gebäudes.

Prof. Dr. Wolfgang Brück erläuterte dem Bundesfinanzminister die Bedeutung der Neubauvorhaben für die langfristige Entwicklung der Universitätsmedizin. Moderne bauliche Strukturen seien eine wesentliche Voraussetzung dafür, eine leistungsfähige Patientenversorgung mit international konkurrenzfähiger Forschung und einer zeitgemäßen medizinischen Ausbildung zu verbinden.

Neben den baulichen Investitionen richtete sich der Blick auch auf die digitale Zukunft der UMG. Klingbeil ließ sich über die laufende Erneuerung der IT-Infrastruktur auf dem Campus informieren. Eine leistungsfähige, sichere und zukunftsfähige digitale Infrastruktur bildet eine zentrale Grundlage für moderne Krankenversorgung, Forschung, Lehre und Verwaltung und gewinnt angesichts wachsender Datenmengen und zunehmend digitaler medizinischer Prozesse weiter an Bedeutung.

Wie wissenschaftliche Erkenntnisse aus der UMG ihren Weg in konkrete Anwendungen finden können, wurde dem Vizekanzler zudem anhand eines erfolgreichen Beispiels aus dem Bereich des Wissenstransfers vorgestellt. Dabei wurde deutlich, welche Rolle die enge Verbindung von universitärer Forschung, klinischer Expertise und innovativen Ausgründungs- beziehungsweise Transferaktivitäten für die Weiterentwicklung des Medizinstandorts Göttingen spielt.

Der Besuch bot zugleich Gelegenheit zum Austausch über die Rahmenbedingungen der Universitätsmedizin und die besonderen Anforderungen eines Standorts, der Krankenversorgung, Forschung und Lehre miteinander verbindet. Für Klingbeil standen dabei sowohl die langfristigen Investitionen in die bauliche und digitale Infrastruktur als auch die wissenschaftliche Innovationskraft der UMG im Mittelpunkt.

Mit dem Rundgang erhielt der Bundesfinanzminister einen umfassenden Einblick in die Transformation des Göttinger Universitätsklinikums: von neuen Gebäuden für Forschung und Patientenversorgung über eine moderne IT-Infrastruktur bis hin zu innovativer Forschung und deren Transfer in die medizinische Praxis.