Ebergötzen. Das Europäische Brotmuseum in Ebergötzen bot die stimmungsvolle Kulisse für den Sommerempfang der SPD im Landkreis Göttingen. Zahlreiche Gäste aus Landes-, Bundes- und Kommunalpolitik folgten der Einladung und nutzten den Abend zum Austausch über aktuelle Herausforderungen und politische Perspektiven. Dabei dominierten Zuversicht, Geschlossenheit und der Wille, politische Verantwortung auch in schwierigen Zeiten selbstbewusst wahrzunehmen.
Landkreis-SPD und Kreistagsfraktion hatten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eingeladen. Unter den Gästen waren unter anderem der niedersächsische Gesundheitsminister Andreas Philippi, Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, die frühere Präsidentin des Niedersächsischen Landtags Gabriela Andretta, der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler, der CDU-Landtagskandidat Harm Adam sowie der ehemalige Göttinger Landrat Bernhard Reuter. Die große Resonanz machte deutlich, welchen Stellenwert der Sommerempfang inzwischen in der politischen Landschaft Südniedersachsens besitzt.
Gastgeber und Fraktionsvorsitzender Thorsten Heinze begrüßte die Besucherinnen und Besucher. Heinze betonte die Bedeutung des direkten Austauschs. „Schön, dass Sie alle da sind. Das zeigt, wie breit und lebendig der Landkreis Göttingen aufgestellt ist. Wenn man wissen will, was den Landkreis zusammenhält, muss man heute nur einmal in die Runde schauen“, so Heinze.
In den anschließenden Gesprächen und Redebeiträgen standen zahlreiche politische Themen im Mittelpunkt. Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne richtete den Blick auf die bevorstehende Kommunalwahl. „Es ist keine 1b-Wahl, das genaue Gegenteil ist richtig. Es geht darum, dass die Spitzen in den Kommunen neu gewählt werden müssen. Zudem gilt es, ehrenamtliche Gremien zu wählen. Diejenigen, die sich hier auf den Weg machen, auf Listen zu kandidieren, sind nicht diejenigen, die eine Freizeitbeschäftigung suchen, sondern diejenigen, die sich vor Ort als erste Streiter für unsere Demokratie verdient machen“, so Tonne. Er sprach dafür seinen Dank aus.
„Wir brauchen Sie und das gute Miteinander zwischen Land und Kommunen, denn die anstehenden Herausforderungen werden nur gemeinsam zu bewältigen sein“, sagte Tonne. „Es lohnt sich auch, auf die Erfolge zu blicken“, betonte er. Es dürfe nicht zur Gewohnheit werden, immer nur das Negative herauszustellen.
„Wir wissen, dass wir die Ärmel hochkrempeln müssen“, sagte Andreas Philippi. Der niedersächsische Gesundheitsminister sprach über die Herausforderungen bei der anstehenden Kommunalwahl und lobte den Einsatz der Kommunalpolitiker, die das Fundament der Demokratie bilden. Besonders für ländliche Regionen bleibe es eine zentrale Aufgabe, eine hochwertige Gesundheitsversorgung dauerhaft zu gewährleisten. Vor allem im Landkreis Göttingen gebe es im Zusammenhang mit der Krankenhausreform sehr positive Beispiele.
Auffällig war die positive Grundstimmung der SPD-Parteigenossen. Viele Gespräche kreisten um die Frage, wie Politik Vertrauen zurückgewinnen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken kann. Dabei zog sich ein Gedanke durch den Abend: „Gute Politik braucht sich nicht zu verstecken.“ Die Anwesenden waren sich einig, dass erfolgreiche politische Arbeit selbstbewusst vertreten werden müsse und dass die zahlreichen Herausforderungen der Gegenwart nur durch konstruktive Lösungen bewältigt werden könnten.
Neben den politischen Diskussionen bot der Sommerempfang auch Raum für persönliche Begegnungen. Alte Weggefährten trafen sich wieder, neue Kontakte wurden geknüpft und aktuelle Projekte diskutiert. Die besondere Atmosphäre des Brotmuseums sorgte dabei für einen gelungenen Rahmen mit kühlen Getränken und einem feinen Buffet.
Der Sommerempfang der SPD im Landkreis Göttingen sendete ein deutliches Signal: Die Sozialdemokraten wollen ihre politischen Ziele und Erfolge offensiv vertreten und sehen sich für die Kommunalwahl gut aufgestellt.