In einer Zeit, in der soziale Medien oft von Gerüchten, Manipulationen und gezielten Falschinformationen geprägt sind, wächst die Bedeutung von verlässlicher Recherche und journalistischer Sorgfalt. In Göttingen laden das Nachbarschaftszentrum Holtenser Berg, das Forum Göttingen Nord-West und die AG Lebendige Demokratie gemeinsam mit der Bürgerstiftung Göttingen zu einer Veranstaltungsreihe ein, die genau hier ansetzt.
Unter dem Motto „Fakten statt Fakes – Recherche, Aufdeckung und die Macht der Wahrheit“ stehen im Herbst zwei Termine auf dem Programm, die sich mit investigativem Journalismus und praktischem Faktenchecken beschäftigen. Beide Veranstaltungen sollen nicht nur informieren, sondern auch dazu ermutigen, Behauptungen im Netz kritisch zu prüfen.
Ein Blick hinter die Kulissen einer brisanten Recherche
Den Auftakt macht am Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 18:00 Uhr die Veranstaltung „Masterplan Remigration“ – Das Treffen von Rechtsextremen in der Villa Adlon in Potsdam. Gezeigt wird ein Stream der szenischen Lesung des Berliner Ensembles über das rechtsextreme Geheimtreffen. Im Anschluss spricht der Investigativjournalist Marcus Bensmann, der an der ursprünglichen CORRECTIV-Recherche beteiligt war, mit dem Publikum.

Dabei geht es nicht nur um die Ergebnisse der Recherche, sondern auch um die Frage, wie solche Informationen überhaupt ans Licht kommen. Der Abend bietet damit einen seltenen Einblick in die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten, die Missstände aufdecken und ihre Erkenntnisse transparent machen.
Falschmeldungen erkennen und Fakten prüfen
Der zweite Termin findet am Freitag, 20. November 2026, um 17:00 Uhr statt. Im Workshop „Fake oder Fakt? – Einstieg ins CORRECTIV.Faktenforum“ gibt Nadia Westerwald eine verständliche Einführung in die Grundlagen des professionellen Faktencheckens.
Teilnehmende lernen, wie sich Aussagen im Netz überprüfen lassen, welche Werkzeuge dabei helfen und woran sich manipulierte Inhalte erkennen lassen. Der Workshop richtet sich an alle, die im Alltag souveräner mit Informationen umgehen möchten – unabhängig davon, ob sie privat, beruflich oder ehrenamtlich mit digitalen Inhalten zu tun haben.
Offenes Angebot für eine wehrhafte Demokratie
Beide Veranstaltungen finden im Nachbarschaftszentrum Holtenser Berg, Londonstraße 11a in Göttingen, statt. Der Eintritt ist frei. Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, mitzudiskutieren, Fragen zu stellen und sich für eine informierte und wehrhafte Demokratie starkzumachen.
Gefördert werden die Termine durch den CORRECTIV.Faktenfonds für Bürgerstiftungen. Zu den einladenden Organisationen gehören die Bürgerstiftung Göttingen, das Nachbarschaftszentrum Holtenser Berg, das Forum Göttingen Nord-West und die AG Lebendige Demokratie.