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Bürgermeisterwahl in Duderstadt: Werner liegt knapp über der 50-Prozent-Marke

Kommunalwahl 2026 im Landkreis Göttingen: Aktuelle Ergebnisse, Zwischenergebnisse und Hochrechnungen zu Kreistag, Landrat und Bürgermeisterwahlen.

Bei der Bürgermeisterwahl in Duderstadt zeichnet sich eine Überraschung ab: Gerald Werner, parteilos und von der CDU unterstützt, liegt nach 22 von 28 Ergebnissen mit 50,48 Prozent vorn. Amtsinhaber Thorsten Feike (FDP) kommt derzeit auf 31,92 Prozent, Katja Neumann (SPD) auf 17,60 Prozent. Noch ist die Wahl aber nicht entschieden.

Die Bürgermeisterwahl in Duderstadt geht in die entscheidende Phase. Um 20.24 Uhr lagen 22 von insgesamt 28 Ergebnissen vor. Dabei erreicht Gerald Werner derzeit 50,48 Prozent der Stimmen und damit hauchdünn mehr als die für einen Sieg im ersten Wahlgang notwendige absolute Mehrheit.

Auf Platz zwei folgt der amtierende Bürgermeister Thorsten Feike (FDP) mit 31,92 Prozent. Katja Neumann (SPD) liegt aktuell bei 17,60 Prozent.

Noch fehlen allerdings sechs Ergebnismeldungen. Gerade weil Werner nur knapp über der 50-Prozent-Marke liegt, ist das Rennen noch nicht endgültig entschieden. Sollte er nach Auszählung aller Stimmen bei mehr als 50 Prozent bleiben, wäre er direkt zum neuen Bürgermeister gewählt. Fällt sein Stimmenanteil dagegen noch unter die absolute Mehrheit, wäre eine Stichwahl notwendig. Nach dem derzeitigen Stand würden dann Werner und Feike gegeneinander antreten.


Kämmerer fordert seinen eigenen Bürgermeister heraus

Besonders ist die Wahl auch wegen der personellen Konstellation. Werner ist parteilos, wird jedoch von der CDU unterstützt. Er arbeitet seit 2020 als Kämmerer der Stadt Duderstadt und ist dort unter anderem für Finanzen, Wirtschaft, Bürgerservice und Tourismus verantwortlich. Damit tritt ein leitender Mitarbeiter der Stadtverwaltung gegen seinen bisherigen Chef an.

Feike ist seit 2019 Bürgermeister von Duderstadt. Mit seinem damaligen Wahlsieg endete eine lange Phase, in der die CDU den Bürgermeister stellte. Im aktuellen Zwischenstand liegt der FDP-Politiker nun deutlich hinter Werner.

Als dritte Kandidatin geht Katja Neumann für die SPD ins Rennen. Die SPD hatte sie Ende 2025 einstimmig nominiert. Im Wahlkampf setzte sie unter anderem auf Bürgernähe und eine stärkere Einbindung der Menschen in die Entwicklung Duderstadts und seiner Ortsteile.


Unterschiedliche Schwerpunkte im Wahlkampf

Inhaltlich ging es im Duderstädter Wahlkampf unter anderem um die Zukunft des Hallenbades, die Landesgartenschau 2030, die Belebung der Innenstadt, Mobilität, Wohnen sowie die Entwicklung der Dörfer und der Kernstadt. Alle drei Kandidierenden hatten dazu unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.

Werner warb unter anderem mit seiner Verwaltungserfahrung, stabilen Finanzen, einer stärkeren Bürgerorientierung und einer Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes. Feike verwies dagegen auf seine bisherige Amtszeit und bereits angestoßene Projekte. Neumann stellte unter anderem Mobilität, Wohnen und die stärkere Beteiligung der Menschen vor Ort in den Mittelpunkt.


Entscheidung hängt an wenigen Prozentpunkten

Der aktuelle Zwischenstand ist vor allem wegen Werners 50,48 Prozent interessant. Schon vergleichsweise geringe Verschiebungen in den noch ausstehenden Ergebnissen könnten darüber entscheiden, ob die Bürgermeisterwahl bereits heute Abend entschieden wird oder Duderstadt noch einmal zur Stichwahl muss.

Fest steht bislang lediglich: Werner liegt klar vor Feike und Neumann. Ob seine absolute Mehrheit bis zum Ende hält, entscheidet sich mit den letzten sechs Ergebnismeldungen.


Wir aktualisieren den Bericht, sobald weitere Ergebnisse aus Duderstadt vorliegen.