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Großbrand bei C. F. Schröder: 43 Menschen evakuiert. Bis zu 200 Feuerwehrleute im Einsatz

Aufnahme aus der Brandnacht. Foto: mit freundlicher Genehmigung von Nadine Förster. Bearbeitet Susanne Wesche
Aufnahme aus der Brandnacht. Foto: mit freundlicher Genehmigung von Nadine Förster. Bearbeitet Susanne Wesche

Großbrand auf dem ehemaligen C.-F.-Schröder-Gelände in Hann. Münden: 43 Menschen wurden evakuiert, bis zu 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Meterhohe Flammen, eingestürzte Hallenteile und eine Nacht im Großeinsatz: Der Brand auf dem ehemaligen Gelände der Schleifmittelfabrik C. F. Schröder in Hann. Münden hat zahlreiche Einsatzkräfte gefordert. Drei Wohnhäuser wurden vorsorglich evakuiert. Verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand. Am Montagmorgen dauert der Einsatz weiter an.

Nach dem Großbrand auf dem ehemaligen Gelände der Schleifmittelfabrik C. F. Schröder in Neumünden sind Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte auch am Montagmorgen noch vor Ort. Nach Angaben des NDR waren im Laufe des Einsatzes bis zu 200 Feuerwehrleute beteiligt. Das Übergreifen der Flammen auf unmittelbar angrenzende Wohnhäuser konnte verhindert werden.

Das Feuer war am Sonntagabend gegen 22.30 Uhr gemeldet worden. Nach Angaben von Stadtbrandmeister Lutz Hannemann brannte bei Eintreffen der Feuerwehr zunächst ein Schuppen. Von dort griffen die Flammen zunächst auf eine kleinere und anschließend auf eine größere, leer stehende Halle über. Zeitweise schlugen die Flammen nach Angaben des Stadtbrandmeisters sechs bis acht Meter hoch aus dem Gebäude. Teile der betroffenen Halle stürzten während des Brandes ein.


43 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen

Besonders kritisch war die unmittelbare Nähe der brennenden Hallen zu mehreren Wohngebäuden. Drei angrenzende Mehrfamilienhäuser wurden deshalb vorsorglich evakuiert. Insgesamt mussten 43 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Ein Teil der Betroffenen wurde für die Nacht in Hotels und Gasthäusern in Hann. Münden untergebracht. Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand.

Bereits kurz vor Mitternacht wurde unserer Redaktion bestätigt, dass die Bewohner aus der Charlottenstraße von Einsatzkräften aufgefordert worden waren, ihre Häuser zu verlassen.

Der Feuerwehr gelang es schließlich, ein Übergreifen des Brandes auf die benachbarten Wohnhäuser zu verhindern.


Feuer seit der Nacht unter Kontrolle

Gegen 0.30 Uhr konnte Stadtbrandmeister Hannemann melden, dass der Brand unter Kontrolle sei. Zu diesem Zeitpunkt waren rund 170 Einsatzkräfte vor Ort. Im weiteren Verlauf berichtet der NDR von bis zu 200 beteiligten Feuerwehrleuten.

Neben Kräften aus Hann. Münden waren auch Feuerwehren aus dem Umland beteiligt. Unterstützung kam unter anderem aus den Landkreisen Kassel und Northeim. Zum Einsatz kamen mehrere Drehleitern sowie ein leistungsfähiges Wasserfördersystem. Löschwasser wurde zusätzlich aus der nahe gelegenen Fulda gefördert.

Die Arbeiten gestalteten sich aufgrund der teilweise eingestürzten Gebäudeteile schwierig. Wegen der Einsturzgefahr konnten Feuerwehrleute die betroffenen Bereiche teilweise nicht direkt betreten und mussten den Brand unter anderem von Drehleitern aus bekämpfen.


Warnung an die Bevölkerung

Im Verlauf des Einsatzes wurde auch eine Gefahreninformation für Hann. Münden herausgegeben. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klimaanlagen und Lüftungen auszuschalten. Zudem sollte der Bereich rund um die Einsatzstelle weiträumig umfahren und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge geleistet werden.

Auch am Montagmorgen wird weiterhin daraufhingewiesen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Belüftungsanlagen auszuschalten.


B3 und Wilhelmshäuser Straße gesperrt

Der Einsatz hat auch erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr. Nach dem letzten veröffentlichten Stand ist die B3 zwischen Wilhelmshausen und Neumünden am Montagmorgen gegen 7.15 Uhr in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge befanden sich weiterhin im Bereich der Bundesstraße.

Autofahrer sollten den Bereich weiterhin weiträumig umfahren.


Brandursache weiterhin unbekannt

Wie das Feuer ausbrechen konnte, ist bislang noch ungeklärt. Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens gibt es am Montagmorgen noch keine belastbaren Angaben.

In den betroffenen Gebäuden war früher die Schleifmittelfabrik C. F. Schröder untergebracht. Große Teile des Geländes stehen seit Jahren leer. Einzelne Bereiche sind nach Angaben aus dem Einsatzgeschehen vermietet. Diese sollen von dem Feuer nicht betroffen gewesen sein.

Eine eigene Pressemitteilung der Polizei Göttingen oder einen aktuellen Einsatzbericht der Feuerwehr Hann. Münden zu Brandursache und Schadenshöhe gibt es nach unserem derzeitigen Kenntnisstand noch nicht.


Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald Polizei, Feuerwehr oder Behörden weitere gesicherte Informationen zum Brand, zur Brandursache, zu den Sperrungen oder zur Rückkehr der evakuierten Anwohner veröffentlichen.

Hier gehts zu unserer Erstmeldung: https://meineregion365.de/blaulicht/eilmeldung-brand-auf-ehemaligem-c-f-schroeder-gelaende-in-hann-muenden-3167765

Hier lesen Sie alles zum Gefahrenhinweishttps://meineregion365.de/blaulicht/eilmeldung-fenster-und-tueren-sofort-schliessen-3167766