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Artikelfoto Jan Stubenitzky (Dehio), wikimedia.org

Ein Ort im Zeichen der Mühlen

Volkmarshausen hat eine bewegte Geschichte

Nur knapp drei Kilometer von Gimte entfernt findet sich schon der nächste Ortsteil von Hann. Münden, der auf eine bewegte Geschichte zurückblicken kann: Volkmarshausen! Volkmarshausen wurde im 8./9. Jahrhundert n. Chr. als Folcmareshusen in den Fuldaer Traditionen erwähnt. Weil der Ort am Unterlauf der Schede lag, stand schon früh relativ viel Wasser zur Verfügung. Schon im 16. Jahrhundert sind eine Schlag- und Ölmühle, eine Walkemühle und zwei „Schleifkotten“ belegt, die sicher das Wasser der Schede nutzten.

Die Lage an den benachbarten Bergen ermöglichte den Volkmarshäusern zudem, die Wälder zur Holzgewinnung und als Viehweide zu nutzen. In dem flacheren Gelände westlich des Ortes wurde dagegen Flachs angebaut. Aus der Mühle am nordöstlichen Ortsrand entwickelte sich eine Papiermühle und später eine Buntpapier-Fabrik. An dieser Stelle siedelten sich weitere Industriebetriebe an, die das Ortsbild bis heute prägen und Volkmarshausen zu einem beliebten Zuhause für zahlreiche Firmen macht. Das Ortsbild des Dorfkerns ist durch zweigeschossige Fachwerkbauten des 18. und frühen 19. Jahrhunderts geprägt, von denen einige noch leichte Vorkragungen aufweisen. Acht dieser Häuser sind in die Liste der Baudenkmale aufgenommen worden. Auch Volkmarshausen wurde 1973 zu einem Ortsteil von Hann. Münden und beheimatet mittlerweile rund 900 Einwohner. Trotz der geringeren Einwohnerzahl wird in Sachen Vereinsarbeit in Volkmarshausen viel geleistet! Neben einem breit aufgestellten Sportverein gibt es zudem einen Schützenverein mit eigener Bogensparte, aber auch die Freiwillige Feuerwehr und einen Chorverein. Auch in Volkmarshausen wird also viel für die Ortsgemeinschaft getan.